Lingen,
08
Dezember
2016
|
10:00
Europe/Amsterdam

Unmut in einer „grünen Branche“ nimmt weiter zu

  • innogy BiogasExpertenstammtisch in Lingen
  • Fachbeiträge zum Energiemanagement von Biogasanlagen, zum EEG 2017 und zum Einsatz vom Photovoltaik für den Biogas Bezugsstrom

„Betreiber von Biogasanlagen hadern weiter mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)“, meint Ralf Siebert von der innogy SE. Diese Reform gefährde aus ihrer Sicht die Existenz mancher Anlage. Nach Jahren des Wachstums stehen die Betreiber von Biogasanlagen vor neuen gesetzlichen, wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen. Siebert: „Viele von ihnen scheinen das Vertrauen in die Politik verloren zu haben“.

Die aktuellen Herausforderungen beleuchteten Fachleute beim innogy BiogasExpertenstammtisch in Lingen. Referent Jürgen Bauer von der Westnetz GmbH benannte wichtige Aspekte der Trafowartung und gewährte einen Einblick ins Innenleben einer Trafostation. Einen Ausblick auf das EEG 2017 gab Dr. Wolfram Herppich (innogy). Wie sich Photovoltaik für Biogas Bezugsstrom einsetzen lässt, erläuterte Wolfgang Wellensiek (innogy). Matthias Partetzke (iNeG) informierte abschließend über ein optimiertes Energiemanagement von Biogasanlagen.

Organisator Ralf Siebert (2.v.l.) mit den Referenten (v.l.n.r) Matthias Partetzke (iNeG), Jürgen Bauer (Westnetz), Wolfgang Wellensiek, Dr. Wolfram Herppich (beide innogy)

Bereits zum neunten Mal trafen sich über 40 Anlagenbetreiber und Hersteller aus der Region zum Erfahrungsaustausch. „Der Unmut in der Branche nimmt zu“, konstatiert Ausrichter Ralf Siebert und verdeutlicht: „Wir wollen neue Wege aufzeigen, die Anlagenbetreibern helfen, ihre schwierige Situation zu meistern“. Biomasse bilde im Zeichen der Energiewende einen wichtigen Pfeiler im Verbund der Erneuerbaren Energien.