Essen,
31
August
2018
|
16:57
Europe/Amsterdam

Offshore-Windprojekt Triton Knoll erreicht Financial Close

  • Eigen- und Fremdkapitalvereinbarungen sichern die Finanzierung von Triton Knoll

  • Geplantes Investitionsvolumen von rund zwei Milliarden britische Pfund

  • Turbinenliefervertrag mit MHI Vestas geschlossen und britischer Hafen zur Turbineninstallation benannt

  • Inbetriebnahme des Offshore-Windparks soll 2021 beginnen

Die innogy SE hat heute bekannt gegeben, dass Financial Close für das Offshore-Windprojekt Triton Knoll erreicht und die erforderliche Projektfinanzierung gesichert wurden. Das geplante Investitionsvolumen beträgt rund zwei Milliarden britische Pfund. Damit sind für das Offshore-Windprojekt alle Weichen gestellt, um im September mit dem Bau des landseitigen Netzanschlusses zu beginnen.

Ein Konsortium aus 15 internationalen Banken stellt eine Finanzierung in Höhe von rund 1,75 Milliarden britische Pfund bereit, um die Realisierung des Offshore-Windparks 20 Meilen vor der Küste von Lincolnshire mit einer geplanten Kapazität von 860 Megawatt zu sichern. Zu den Kapitalgebern gehören: Sumitomo Mitsui Banking Corporation, ABN AMRO Bank N.V., MUFG Bank, Ltd., KfW IPEX-Bank, ING Bank N.V., Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Natixis, Bayerische Landesbank, National Westminster Bank Plc, Lloyds Bank plc, Skandinaviska Enskilda Banken AB, Commerzbank Aktiengesellschaft, BNP Paribas, Landesbank Baden-Württemberg und die Londoner Niederlassung der Banco Santander S.A. Als Finanzberater für das Projekt fungierte die MUFG Bank Ltd, Linklaters LLP als Rechtsberater.

Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien der innogy SE, erklärt: „Mit Erreichen des Financial Close haben wir gemeinsam mit unseren neuen Partnern und den internationalen Kreditgebern das finanzielle Fundament für die Realisierung und den Betrieb des Offshore-Windparks Triton Knoll gelegt. Ich freue mich, dass wir in Kürze mit dem Bau des landseitigen Netzanschlusses beginnen und unsere Investitionspläne verwirklicht werden, was sich auch positiv auf die lokale Wirtschaft und lokale Unternehmen auswirken wird.“

Zwei japanische Energieversorger werden neue Partner des Offshore-Windparks Triton Knoll

Mitte August hatte innogy bestätigt, dass sie im Einklang mit der vom Unternehmen verfolgten Strategie, große Projekte im Bereich erneuerbare Energien gemeinsam mit Partnern umzusetzen, das Projekt Triton Knoll mit zwei neuen Partnern vorantreiben will (siehe Pressemitteilung https://news.innogy.com/innogy-findet-neue-partner-fur-offshore-windpark-triton-knoll/). Die neuen Gesellschafter werden J-Power (25%) und Kansai Electric Power Co., Inc. (16%). Die Mehrheitsbeteiligung (59%) bleibt bei innogy. innogy wird sowohl Bau als auch Betrieb und Instandhaltung des Windparks im Namen der Projektpartner steuern.

Vereinbarungen mit Hauptlieferanten geschlossen – inklusive Turbinenliefervertrag mit MHI VestasIn Vorbereitung auf die Bauphase sind nun alle Verträge mit Hauptlieferanten geschlossen worden. Die Hauptlieferanten sind: MHI Vestas, 3SF (Sif Netherlands B.V. und Smulders Projects Belgium N.V), NKT und Boskalis Subsea Cables and Flexibles (vorher VBMS), GeoSea, J Murphy & Sons, Siemens Transmission and Distribution, Seaway Heavy Lifting. Das Herzstück des Windparks sollen 90 Windenergieanlagen vom Typ V164 der Firma MHI Vestas werden. Diese Turbinen mit je 9,5 MW installierter Leistung zählen zu den derzeit leistungsstärksten und effizientesten Windkraftanlagen der Welt. Der Turbinenliefervertrag sieht vor, dass MHI Vestas die vollständige Vormontage der Turbinen im britischen Hafen Teesside durchführen wird. Allein die im Hafen anfallenden Arbeiten können mehr als 100 überwiegend regionale Arbeitsplätze stützen und neue Investitionen in die Hafenanlage in einer Größenordnung von bis zu 16 Millionen britische Pfund sichern.

Bau des landseitigen Netzanschlusses beginnt in Kürze

Nach der vollständigen Inbetriebnahme soll der Offshore-Windpark Triton Knoll rechnerisch 800.000 britische Haushalte pro Jahr mit grünem Strom versorgen. Vorbereitende Arbeiten zur Bereitstellung des landseitigen Netzanschlusses sind bereits angelaufen. Dazu zählen die Verlegung einer 57 Kilometer langen unterirdischen Kabeltrasse, die Errichtung von Anlandungsinfrastruktur sowie die Konstruktion einer neuen Onshore-Umspannanlage bei Bicker Fen in Lincolnshire. Die eigentliche Bauphase soll im September beginnen. Die Errichtung der Windkraftanlagen startet voraussichtlich Ende 2019 / Anfang 2020. Nach aktueller Planung soll im Jahr 2021 mit der Inbetriebnahme des Windparks begonnen werden.

Power Purchase Agreement unterzeichnet

Für den Offshore-Windpark Triton Knoll wurde mit Ørsted ein Stromlieferungsvertrag (Power Purchase Agreement - PPA) über 15 Jahre unterzeichnet, in dessen Rahmen das Unternehmen 100 Prozent des vom Windpark Triton Knoll erzeugten Stroms abnehmen wird. Der PPA ergänzt die Förderung, die Triton Knoll im Rahmen des sogenannten „Contract for Difference“ erhält, indem Marktpreisrisiken während der ersten 15 Betriebsjahre des Windparks minimiert werden (für Details siehe Pressemitteilung unter https://news.innogy.com/power-purchase-agreement-signed-for-triton-knoll-offshore-wind-farm-project).

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf der Website von Triton Knoll: http://www.tritonknoll.co.uk/.