Dortmund,
18
Mai
2018
|
13:47
Europe/Amsterdam

Stromhandel unter Nachbarn per Blockchain

  • innogy und Conjoule machen es möglich

Der Energieversorger innogy und das Startup Conjoule setzen auf Digitalisierung und starten gemeinsam das Zukunftsprojekt „Community Network“ in Mülheim an der Ruhr. Über die Community Network-Plattform, die eigens für diesen Zweck entwickelt wurde, können Besitzer privater Photovoltaikanlagen und Verbraucher aus der Nachbarschaft erneuerbare Energie austauschen. Der Strom von nebenan stärkt die lokalen Strukturen und führt aufgrund der räumlichen Nähe zu Kostenvorteilen.

Unter den Verbrauchern finden sich Nachbarn ohne eigene Stromerzeugung, ortsansässige Unternehmen, Supermärkte und Schulen. Die Blockchain-Technologie ermöglicht den Austausch des lokal erzeugten Stroms zwischen den Nachbarn und schafft Transparenz über die Quelle jeder erzeugten Kilowattstunde.

„Wir werden unser umfangreiches energiewirtschaftliches Know-how in die Waagschale werfen und sind sehr gespannt auf die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit“, sagt Martin Benning, der das Projekt seitens innogy koordiniert.

Die teilnehmenden Prosumer-Haushalte werden mit modernen Messeinrichtungen (Smart Meter) ausgestattet, die die Energieflüsse in Echtzeit messen. Wird innerhalb der Mülheimer Community mehr Strom erzeugt als abgenommen werden kann, wird der überschüssige Grünstrom an umweltbewusste Kunden außerhalb der Community verkauft. Umgekehrt werden die Teilnehmer mit Grünstrom von innogy versorgt, wenn das Wetter einmal keine ausreichende Erzeugung von Sonnenstrom ermöglicht.