Berlin,
08
Oktober
2018
|
09:48
Europe/Amsterdam

Start-ups entwickeln mit innogy neue Geschäftsideen für Energie und Mobilität

  • Internationaler Wettbewerb „Free Electrons“ zeichnet Gewinner aus

  • Programm ermöglicht Kooperation zwischen Start-ups und führenden Energieunternehmen aus aller Welt

Gemeinsam mit neun weiteren, internationalen Energieunternehmen hat innogy durch seinen Innovation Hub auch in diesem Jahr Start-ups aus aller Welt aufgerufen, ihre Ideen für die Energiezukunft einzureichen. Im Start-up-Programm „Free Electrons“ bieten die Energieunternehmen den jungen Gründern die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen mit großen Partnern zu entwickeln und Zugang zu potentiellen Investoren und Kunden zu erhalten. Über 500 Bewerbungen sind in diesem Jahr eingegangen, 15 Startups wurden ausgewählt und haben es in das begehrte Programm geschafft. Das Start-up SOLshare war eines davon und wurde am vergangenen Freitag im Rahmen der diesjährigen Abschlusskonferenz als Gewinner ausgezeichnet. Dafür erhält das Start-up den Hauptpreis in Höhe von 200.000 US Dollar.

„Die Energiebranche ist von einem stetigen Wandel getrieben. Um hier mithalten zu können und intelligente Energielösungen für unsere Kunden und Partner zu gestalten, bedarf es neuer Innovationen und inspirierender Ideen. Bei ‚Free Electrons‘ treffen smarte Start-ups mit ihren Ideen auf große Energieunternehmen – beide können dabei von der Art des Zusammenarbeitens profitieren. So können wir die Energiezukunft gestalten,“ sagt Uwe Tigges, Vorstandsvorsitzender der innogy SE.

Stefan Padberg, Leiter des Geschäftsbereichs für digitale Disruption der Energiesysteme im innogy Innovation Hub, ergänzt: „2016 haben wir ‚Free Electrons‘ gestartet. Ziel ist die Geschäftsanbahnung zwischen Start-ups und einem einzigartigen Konsortium aus innovativen Energieunternehmen, die bereits jetzt jedes Jahr Milliarden in die Weiterentwicklung der weltweiten Energiesysteme investieren. Auf dieser Basis verhelfen wir kreativen Ansätzen zu schnellem, aber solidem Wachstum und profitieren im Gegenzug von frischen Produktideen. Free Electrons ist eine einzigarte Plattform bei der Energieversorger auf die weltweit besten Startups unserer Branche treffen.“

So konnten in den vergangenen Jahren schon unterschiedliche Geschäftsideen als eigenständige Start-ups oder als Pilotprojekte im Kerngeschäft von innogy auf den Weg gebracht werden. Dazu gehört nun auch die erfolgreiche Kooperation mit dem Start-up SOLshare, an dem sich der innogy Innovation Hub in diesem Jahr beteiligt hat und das nun auch als Gewinner des Programms ausgezeichnet wurde. SOLshare verbindet Menschen, die ihre eigene Energie erzeugen, mit ihren Nachbarn, die aktuell noch keinen Zugang zu Energie haben. Eingesetzt wird das System derzeit in Bangladesch. SOLshare plant eine weitere Expansion nach Indien. Durch SOLshare entsteht eine Peer-to-Peer-Handelsplattform: Haushalte können ihren überschüssigen, ungenutzten Strom an die Haushalte verkaufen, die bislang keinen Stromzugang haben. Abgerechnet wird dieser Strom direkt zwischen den Parteien über eine mobile Plattform. Somit entsteht ein transparenter, dezentraler und fairer Markt für erneuerbare Energie.

„Free Electrons“ ist ein sogenanntes „Accelerator Programm“. Startups haben in Programmen dieser Art die Möglichkeit, ihre frühen Ideen und ersten Produkte direkt mit Partnern und potentiellen Kunden zu testen und gemeinsam weiter zu entwickeln. Die Unternehmen stellen damit ihre langjährige Expertise aber auch ausgewählte Kundengruppen zur Verfügung. Gleichzeitig ergeben sich für sie aber auch neue Geschäftsideen. Das innogy Team im Silicon Valley hat Ende 2016 gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Energiebranche das Programm gestartet. Neben innogy gehören Ausnet Services und Origin Energy aus Australien, DEWA (Dubai), EDP (Portugal), ESB (Irland), Singapore Power (Singapur) und Tokyo Electric Power (Japan) sowie die Agentur Beta-i aus Portugal als unterstützender Partner zu dem internationalen Konsortium. Zusammen verfügen die Unternehmen über eine Basis von rund 73 Millionen Kunden und sind weltweit in über 40 Ländern aktiv. Für Start-Ups bedeutet das Programm eine ideale Möglichkeit zum Austausch mit Experten und Entscheidungsträgern mit dem Ziel, gemeinsame Projekte zu entwickeln und Investitionen zu ermöglichen.