Essen,
29
November
2019
|
07:30
Europe/Amsterdam

innogy und E.ON geben Vorschläge zur Restrukturierung von innogys britischem Vertriebsgeschäft npower bekannt

  • Zusammenführung der Haushalts- und kleineren Gewerbekunden von npower auf der IT-Plattform von E.ON UK

  • Ausgliederung des profitablen npower-Geschäfts mit Industrie- und großen Gewerbekunden

  • Restrukturierung der verbleibenden npower-Aktivitäten in den nächsten zwei Jahren

  • Michael Lewis übernimmt in Personalunion als CEO die Führung von E.ON UK und npower

Der britische Markt steht vor beispiellosen Herausforderungen. Insbesondere npower, die britische Vertriebstochter von innogy, befindet sich in einer kritischen und untragbaren wirtschaftlichen Situation. Daher haben heute innogy und E.ON Vorschläge bekannt gegeben, die Haushalts- und kleineren Gewerbekunden (B2C) von npower auf der IT-Plattform von E.ON UK zusammenzuführen. Der Betrieb von nur noch einer statt bislang von zwei Kundenserviceplattformen würde erhebliche Synergien schaffen. Die heutige Bekanntgabe betrifft nicht das profitable npower-Geschäft mit Industrie- und großen Gewerbekunden (B2B), das ausgegliedert werden soll. Details hierzu müssen noch ausgearbeitet werden. Die verbleibenden Aktivitäten von npower sollen in den nächsten zwei Jahren restrukturiert werden. Das beinhaltet die Schließung der meisten npower-Standorte und einen damit einhergehenden Personalabbau.

Um die Zusammenführung zu leiten, wird Michael Lewis, derzeit CEO von E.ON UK, in Personalunion CEO von E.ON UK und npower. Paul Coffey und Dirk Simons, derzeit CEO bzw. CFO von npower, werden ihre Ämter zum 2. Dezember 2019 niederlegen. Zum neuen CFO wurde Simon Stacey bestellt. Zudem wurde Mike Hawthorne, ein erfahrener Restrukturierungsexperte, als Chief Restructuring Officer in das Board von npower berufen.

Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender der innogy SE: „Die Frage, wie das Ergebnis von npower, unseres britischen Vertriebsgeschäfts, verbessert werden kann, war eines der wichtigsten Themen in den vergangenen Jahren. Ich möchte unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufrichtig für ihren unermüdlichen Einsatz danken, unseren Kunden in Großbritannien einen exzellenten Service zu liefern und das in einem wirklich herausfordernden Markt. Wir wissen, dass die heutigen Ankündigungen keine guten Nachrichten für die meisten unserer Mitarbeiter bei npower sind. Aber wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern in den kommenden Monaten bewusst. Ich möchte auch dem scheidenden npower-CEO Paul Coffey und dem scheidenden npower-CFO Dirk Simons dafür danken, wie sie npower in den vergangenen Jahren vorangebracht haben. Das gilt insbesondere für den anerkannt guten Kundenservice von npower und für die deutliche Reduzierung der Kosten im Unternehmen.“

Birnbaum weiter: „Dem Board von npower und uns ist klar, dass npower mit seiner strukturellen Aufstellung und Größe nicht in der Lage ist, in diesem schwierigen Markt zu bestehen. Das war die treibende Kraft hinter dem Bestreben, npower mit dem Vertriebsgeschäft von SSE zu fusionieren, und das ist auch der Grund, warum wir heute diese Veränderungen angekündigt haben. Unsere gemeinsamen Vorschläge mit E.ON sehen vor, dass wir die Kosten im Kundenservice von npower dadurch senken, dass wir alle Kunden auf einer IT-Plattform zusammenführen. Diese Möglichkeit war in der Vergangenheit nicht gegeben.“

E.ON und innogy werden mit den Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreten über diesen Plan beraten und mit ihnen zusammenarbeiten. Beide Unternehmen stehen dafür ein, dass die Auswirkungen für die Mitarbeiter gemildert werden. Die aktuell bei npower gültigen Abfindungsregelungen werden weiterhin Bestand haben wie auch eine Reihe von Outplacement-Aktivitäten, um npower-Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, zu unterstützen.

 

Rechtlicher Hinweis
Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Managements wider und basieren auf Informationen, die dem Management zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der Gesellschaft haben. Weder die Gesellschaft noch ein mit ihr verbundenes Unternehmen übernimmt eine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.