Reken,
12
Dezember
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Reken ist Teil des vielfältigsten Energiewendeprojekts in Deutschland

Eröffneten heute gemeinsam die Haltestelle der „Route der Energie“ in Reken (v. l.): Jürgen Hammelmann, Teilprojektleiter innogy, Rolf Berlemann, Regionenleiter innogy, Bürgermeister Manuel Deitert, Rainer Niehaus, Projektleitung Designetz, und Gottfried Uphoff, 1. Beigeordneter Reken.

  • Interaktive Informations-Stele auf dem Rathausvorplatz eröffnet
  • Reken wird Haltepunkt auf der „Route der Energie“
  • Bürgerinnen und Bürger können sich über die Herausforderungen der Energiewende informieren.

Rekens Bürgermeister Manuel Deitert und Rolf Berlemann, Regionenleiter der innogy SE, haben heute eine neue interaktive Informations-Stele auf dem Rekener Rathausvorplatz eröffnet. Auf ihr finden sich Informationen über die Energiewende und das Projekt DESIGNETZ, bei dem Reken einer der mehr als 30 Projektstandorte ist. Sie steht ab sofort allen interessierten Besuchern zur Verfügung.

Eines der Projektziele von DESIGNETZ ist es, die Akzeptanz für die Energiewende zu steigern. „Wir wollen die Energiewende für die Bevölkerung greifbar machen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich darüber informieren können, welche Herausforderungen zum Gelingen der Energiewende noch gelöst werden müssen“, erklärte Rolf Berlemann von innogy. Aus diesem Grund hat innogy die „Route der Energie“ entwickelt. Rolf Berlemann: „Wir werden an den einzelnen Projektstandorten Info-Stelen errichten. Hier in Reken eröffnen wir heute nach dem Auftakt in Ibbenbüren die zweite dieser Installationen. Viele weitere werden in den nächsten Monaten folgen. Sie bieten Informationen über Designetz allgemein und das jeweilige Projekt an dem Standort.“

Neben dieser realen Route gibt es zusätzlich auch noch eine virtuelle. In einer speziell entwickelten Smartphone-App können die Nutzer die Energiewende spielerisch entdecken. Diese App kann kostenlos heruntergeladen werden. An den Info-Stelen wird dazu auch kostenloses WLAN angeboten. Wie bei dem bekannten Spiel Pokemon Go bewegt sich der Nutzer in einer sogenannten Augmented Reality. Das heißt, die virtuelle Welt wird in die reale Umgebung eingebaut.

Manuel Deitert, Bürgermeister von Reken: „Wir sind stolz, Teil dieses wichtigen Projekts zu sein. Wir machen Energiewende aus der Region für die Region. So leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die Klimaziele erreichen zu können. Gleichzeitig schaffen wir wichtiges Zukunfts-Knowhow für unsere Region.“

DESIGNETZ ist das vielfältigste Energiewendeprojekt Deutschlands. Gemeinsam mit weiteren Partnern aus Energiewirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Stadtwerken entwickelt innogy ein Gesamtkonzept für eine erfolgreiche und effiziente Energiewende: In dem Projekt DESIGNETZ soll demonstriert werden, wie intelligente Netze mit einer Einspeisung von zeitweise 100 % erneuerbarer Energie eine sichere und effiziente Stromversorgung gewährleisten können. „Wir wollen die Blaupause für die Energiewende entwickeln“, erklärte innogy-Projektleiter Rainer Niehaus. Der Ansatz klingt simpel, stellt aber im Vergleich zum herkömmlichen Stromsystem eine Revolution dar: Strom soll möglichst bereits dort verbraucht werden, wo er erzeugt wird. Rainer Niehaus: „Der Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch von Energie soll bereits auf lokaler Ebene erfolgen. So können wir klassischen Netzausbau reduzieren und zur Entspannung der Netzsituation beitragen.“

In der Gemeinde Reken wird im Rahmen des Projekts Grid4EU bereits seit dem Jahr 2011 die intelligente Steuerung eines Ortsnetzes getestet. Grid4EU war ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt. Von 2011 bis 2016 wurden an sechs verschiedenen Orten Konzepte und Technologien erprobt, existierende Stromnetze ohne konventionellen Netzausbau für die dezentrale Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien zu optimieren. Reken wurde ausgewählt, weil es typisch für ländlich geprägte Regionen ist. Mehr als 800 dezentrale Erzeugungsanlagen speisen hier Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz ein. Das Projekt wird nun im Rahmen von DESIGNETZ fortgeführt. innogy möchte weitere Messdaten sammeln, Langzeiterkenntnisse gewinnen und die halbautomatische Betriebsweise weiter testen.

Weitere Informationen unter www.designetz.de.