Warburg,
13
Juli
2018
|
13:15
Europe/Amsterdam

Rat entscheidet für gemeinsame Gasnetzgesellschaft in Hansestadt Warburg

Gasnetzgesellschaft gegründet (v. l.): Klaus Braun, Erster Beigeordneter und Geschäftsführer Stadtwerke Warburg, Saskia Kemner, innogy-Regionalmanagerin, Leander Sasse, Zweiter Geschäftsführer Stadtwerke Warburg, und Michael Stickeln, Bürgermeister der Hansestadt Warburg.

  • Stadtwerke Warburg beteiligen sich mit 51 Prozent an neuem Unternehmen

  • innogy hält 49 Prozent

Die Hansestadt Warburg und die innogy SE werden eine Netzgesellschaft zur Gasversorgung von Warburg gründen. Die Gründung der neuen Netzgesellschaft wurde am 10. Juli durch den Rat beschlossen. An der neuen Gasnetzgesellschaft Warburg GmbH & Co. KG werden die Stadtwerke Warburg GmbH, mit 51 Prozent und innogy mit 49 Prozent beteiligt sein.

„Die Stadt kann durch diese Zusammenarbeit nicht nur maßgeblich Einfluss auf den Gasnetzausbau und dessen Instandhaltung nehmen, sondern hat auch Gestaltungsmöglichkeiten zur Erreichung ökologischer Ziele bei der Energiewende vor Ort“, sagt Bürgermeister Michael Stickeln. „Die Stadtwerke investieren rund 4,5 Millionen Euro in die Beteiligung an der neuen Gesellschaft“, ergänzt Klaus Braun, erster Beigeordneter und Geschäftsführer der Stadtwerke Warburg. Für die Betriebsführung verpachtet die gemeinsame Netzgesellschaft das rund 213 Kilometer lange Gasnetz an die Westnetz. innogy-Regionalmanagerin Saskia Kemner sagt: „Die Gründung der Netzgesellschaft ist für uns Ausdruck guter Partnerschaft. Der Betrieb der Gasnetze und damit die Gasversorgung von rund 4000 Hausanschlüssen bleibt in der Verantwortung unserer Westnetz-Mitarbeiter am Standort Brakel, die das Netz aus langjähriger Erfahrung sehr gut kennen.“ Der Partner, die Stadtwerke Warburg, übernimmt innerhalb der neuen Netzgesellschaft dienstleistend technische und kaufmännische Aufgaben.

Die Bürger mit Energie zu versorgen, gehört zu den grundlegenden Interessen einer Kommune. Um dies zu erfüllen, erteilt sie dem Energieversorgungsunternehmen im Rahmen eines Konzessionsvertrages das Recht, öffentliche Straßen, Wege und Plätze zur Legung von Versorgungsleitungen in Anspruch zu nehmen (Wegerecht) und die Energieversorgung in der Kommune durchzuführen. Das Energieversorgungsunternehmen verpflichtet sich im Gegenzug dazu, eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten und die vertraglich festgelegte Konzessionsabgabe an die Kommune zu zahlen.

Die neu gegründete Gasnetzgesellschaft Warburg GmbH & Co. KG wird sich auf die Gas-Konzession in der Hansestadt Warburg bewerben. Die Konzession wird von der Stadt im Rahmen eines ergebnisoffenen, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahrens gemäß den Kriterien des Energiewirtschaftsgesetzes vergeben.