Harsewinkel,
14
Dezember
2018
|
00:00
Europe/Amsterdam

Prämierte Energieeffizienz in Harsewinkel

Vor dem Blockheizkraftwerk: (v.l.n.r.) Michael Titze (innogy), Stephan Blees (Windau), Thomas Nosthoff (innogy), Andreas Hilker (Windau) und Hans-Joachim Bössing (innogy).

  • innogy entwickelt für die Firma Windau ein umfassendes Energiekonzept

  • EnergieAgentur.NRW zeichnete Windau kürzlich mit dem EnergieInnovationspreis.NRW aus

     

Die Wurst- und Schinkenspezialitäten der Firma Windau sind für den deutschen und internationalen Markt bestimmt. Hergestellt werden sie im ostwestfälischen Harsewinkel von einem mittelständischen Unternehmen, das mit Hilfe von innogy seinen Betrieb ganz auf energetische Effizienz getrimmt hat. Experten des Energieunternehmens entwickelten ein Energiekonzept, das Heizwasser statt Dampf zur Wärmeversorgung vorsieht. Innerhalb von sechs Monaten installierte innogy ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk (BHKW) in Verbindung mit zwei steuerbaren Heißwasserkesseln sowie einen Pufferspeicher. Der Umbau geschah dank der professionellen Bauleitung durch Frank Ehrentraut und Stefan Beres von den Ingenieurdienstleistungen der innogy problemlos und störungsfrei während des laufenden Betriebs..

Nun wird bei Windau Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Koppelung erzeugt. Das Ergebnis: das Unternehmen verbraucht mehr als ein Drittel weniger Energie als zuvor. Genau betrachtet werden bei Windau die Klimarauch- und Nachreifekammern mit etwa 80 Grad Celsius warmen Wasser statt mit deutlich heißerem Dampf beheizt, was wegen der niedrigeren Temperaturanforderung deutlich weniger Energie benötigt. Allein das BHKW spart rund 40 Prozent der bisherigen CO2-Emissionen ein.

Für dieses Beispiel betrieblicher Energieeffizienz wurde Windau kürzlich mit dem EnergieInnovationsPreis.NRW 2018 der EnergieAgentur.NRW ausgezeichnet. „Uns freut natürlich, dass wir zu den fünf ausgezeichneten Unternehmen in Nordrhein-Westfalen gehören und einen 1. Preis nach Ostwestfalen holen konnten“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Hilker und betont gleichzeitig die gute Partnerschaft mit innogy in Sachen Energieeffizienz. „Zur Vermeidung von Umweltbelastungen und zum sparsamen Umgang mit Energie ergreifen wir stetig neue Maßnahmen,“ verdeutlicht auch Stephan Blees, Leiter Technik bei Windau.

„Ja, wir bleiben am Ball“, bestätigt Michael Titze. Der Energieeffizienzexperte ist auf Seiten innogy von Anfang an für die Konzeption und –entwicklung der Windau-Projekte verantwortlich. Zusammen mit seinem Kollegen Thomas Nosthoff und dem Kundenbetreuer Hans-Joachim Bössing schnürt er gerade ein neues, maßgeschneidertes „Paket“. Denn es gibt weiteres Potential zur Effizienzsteigerung durch den Einsatz eines zweiten BHKWs in Verbindung mit der Neukonzeption der Dampfkesselanlage. Auch die Kälteversorgung des Unternehmens soll durch eine neue Amoniakanlage mit optimaler Technologie auf neue Beine gestellt werden. Die Energiewende bei Windau in Harsewinkel geht weiter.