Schwalbach am Taunus,
04
Februar
2020
|
09:00
Europe/Amsterdam

Neues BHKW für Fernheizwerk Schwalbach-Limes

  • Das Herzstück, ein 6,5 Tonnen-Aggregat, schwebt demnächst am Kran ein
  • Rund 3.000 Tonnen CO2 werden pro Jahr in der Gesamtanlage vermieden

 

Die innogy SE setzt auch bei winterlichen Temperaturen die kontinuierliche Modernisierung des Fernheizwerkes Schwalbach fort. In diesen Tagen schwebt ein rund sechs Tonnen schweres Ersatzaggregat für das Blockheizkraftwerk (BHKW) am Haken eines starken Spezialkrans ein. Seit gut zehn Jahren hatte das alte Aggregat Strom und Wärme aus Bio-Methan erzeugt. Jetzt steht die planmäßige große Revision an und es wird durch eine Austauschmaschine ersetzt. Der ausgebaute Motor und der Generator kommen ins Herstellerwerk zur Generalüberholung und werden dort für eine weitere Verwendung fit gemacht. Voraussichtlich am 18. Februar 2020 soll der Austausch passieren, so die Witterung mitspielt. Das Unternehmen bittet für Verkehrsbehinderungen in der Adolf-Damaschke-Straße in der Zeit vom 17. bis 19. Februar 2020 schon jetzt um Verständnis.

Das neue, hocheffiziente Aggregat hat eine elektrische Leistung von 600 Kilowatt und eine thermische Leistung von 700 Kilowatt und wird wie sein Vorgänger mit Biogas betrieben. Nach der großen Instandsetzungsmaßnahme ist das Bio-Methan BHKW ab März 2020 wieder gerüstet, um auch zukünftig umweltschonend Wärme und Strom zu produzieren.

Seit Anfang 2011 hat das bisherige BHKW insgesamt rund 31 Mio. Kilowattstunden Strom und 36 Mio. Kilowattstunden Wärme produziert und dabei in Summe ca. 27.000 Tonnen CO2 eingespart gegenüber der getrennten Stromerzeugung in Kohlekraftwerken und Wärmeerzeugung in gasbefeuerten Heizkesseln. Mit der jährlich erzeugten Wärmemenge lässt sich pro Jahr der Bedarf für rund 400 Haushalte decken, die dabei gleichzeitig produzierte Strommenge reicht für rund 1.000 Haushalte.

Das Fernheizwerk der innogy SE versorgt seit 1964 die Limes-Stadt in Schwalbach mit Fernwärme. Über ein rund 20 km langes Rohrleitungsnetz versorgt es 750 Einfamilienhäuser, über 3.500 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie rund 100 Gewerbebetriebe und öffentliche Einrichtungen mit Wärme zur Raumheizung und Warmwasserbereitung. Seit dem Jahr 1988 setzt das Unternehmen auf den umweltfreundlichen Energieträger Erdgas. Gleichzeitig mit der Umstellung auf Erdgas wurde in Kooperation mit dem Gasversorger eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Betrieb genommen. 2005 wurde die erste Anlage durch ein modernes Blockheizkraftwerk ersetzt. Die dort erzeugte Wärme wird in das Fernwärmenetz des Heizwerkes eingespeist.

Die Wärme wird zu mehr als einem Drittel in Kraft-Wärme-Kopplung und damit besonders ressourcenschonend und effizient erzeugt. Der Anteil reiner Biowärme in Schwalbach beträgt neun Prozent.