Essen,
14
Januar
2019
|
11:19
Europe/Amsterdam

innogy weitet Kooperation mit Primus aus

Neben Onshore-Wind nun auch Solar-Projekte im Fokus

Zusammenfassung
  • innogy übernimmt Solar-Entwicklungsprojekte mit über 50 MWp
  • Primus betreut Projekte bis zur Fertigstellung
  • innogy realisiert 750-kW-Solarprojekte in Deutschland

Die innogy SE weitet ihre Kooperation mit der Primus Gruppe aus: Neben Onshore-Windprojekten werden nun auch Solarprojekte gemeinsam mit der Primus Solar GmbH angegangen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben beide Unternehmen Ende Dezember unterzeichnet. Teil der Vereinbarung ist die Übernahme von Solarprojekten in Thüringen und Bayern mit einer Gesamtkapazität von über 50 Megawatt Peak (MWp) durch innogy. Der Regensburger Entwickler Primus wird die Projekte dienstleistend für innogy weiterentwickeln. Die Projektrechte gehen vollständig an innogy über. Beide Seiten haben vereinbart, Stillschweigen über den Kaufpreis und die weiteren Vertragsdetails zu wahren.

 

Dr. Thorsten Blanke, Leiter Solar bei innogy SE
„Gezielte Kooperationen mit anderen Projektent-wicklern einzugehen, ist Teil unserer Wachstumsstrategie. Wir arbeiten bereits mit Primus bei der Entwicklung von Onshore-Windkraftanlagen zusammen. Diese Kooperation weiten wir nun auf den Bereich Photovoltaik aus. Primus ist ein kompetenter und regional stark aufgestellter Entwicklungs-partner. Gemeinsam mit unserer Tochtergesellschaft BELECTRIC bringen wir das solartechnische Know-how mit, das notwendig ist, um auf einem wettbewerbsintensiven Markt wie Deutschland zu bestehen.“
Dr. Thorsten Blanke, Leiter Solar bei innogy SE

Jürgen Meyer-Menz, Geschäftsführer der Primus Energie GmbH, ergänzt: „Seit nunmehr über einem Jahr leben wir im Bereich Windkraft eine überaus zukunftsträchtige Kooperation. Wir ergänzen die herausragende Marktstellung von innogy um die Vorzüge eines flexiblen und hochspezialisierten mittelständischen Entwicklers. Was läge näher, als dieses Erfolgsrezept nun auch im Bereich Photovoltaik anzuwenden. Insbesondere freuen wir uns auch auf die Zusammenarbeit mit den höchst erfahrenen und erfolgreichen Kollegen der innogy und BELECTRIC.“

Die Pipeline besteht aus insgesamt sechs Solarparks, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden. Ein erstes Projekt mit rund 10 MWp installierter Leistung ist bereits weit entwickelt und könnte in diesem Jahr in die Auktion gehen. Den Bau und Betrieb der Projekte soll die innogy-Tochter BELECTRIC übernehmen.

Weitere deutsche Solarprojekte in der Umsetzung

Neben diesen großen Freiflächenanlagen aus der Primus-Pipeline geht innogy in Deutschland auch kleinere Solarprojekte an. Diese Anlagen verfügen über eine installierte Leistung von 750 Kilowatt Peak (kWp). Der entscheidende Vorteil: Solarprojekte bis zu dieser Größenordnung müssen sich nicht in einer Auktion behaupten, sondern können nach Erteilung der entsprechenden Baugenehmigung direkt errichtet werden.

Im Frühjahr 2018 hat innogy bereits eine 750-kWp-Anlage im niedersächsischen Lembruch in Betrieb genommen. Bei dieser Anlage wurde eine von BELECTRIC entwickelte Unterkonstruktion genutzt, die auf Erdnägeln basiert. Das sogenannte PEG-System zeichnet sich durch einen sehr geringen Materialeinsatz und eine vereinfachte Installationsweise aus. Zudem ist das System sehr flächeneffizient.

Im Kreis Osnabrück entsteht derzeit die zweite 750-kW-Anlage von innogy in Niedersachsen.In Nordrhein-Westfalen in der Nähe der Stadt Stolberg befindet sich eine weitere Anlage in der Genehmigung. Beide Solaranlagen sollen noch im ersten Quartal dieses Jahres ihren Betrieb aufnehmen. In der zweiten Jahreshälfte sollen zudem zwei Anlagen in Rheinland-Pfalz fertiggestellt sein. Eine davon wird ebenfalls das innovative PEG-System nutzen. Darüber hinaus sind für dieses Jahr drei weitere 750-kW-Projekte in Planung. Für diese Projekte müssen allerdings die Flächen noch über entsprechende Pachtverträge gesichert und die Investitionsentscheidungen getroffen werden.