Bingen,
01
Dezember
2017
|
12:41
Europe/Amsterdam

innogy unterstützt Typisierungsaktion am Stefan-George Gymnasium

Machten mit bei der Typisierungsaktion: Schülerinnen und Schüler des Stefan-George

  • 181 Schüler und Schülerinnen wurden registriert
  • Scheck über 500 Euro überreicht

Unter dem Motto „Mund auf - Stäbchen rein: Spender sein“ fand am vergangenen Freitag eine Typisierungsaktion am Binger Stefan-George Gymnasium statt. Im Namen von innogy überreichte Sabrina Felber einen Scheck über 500 Euro an Rudolf Müller, Lehrer am Stefan-George Gymnasium (SGG) und Initiator der Aktion.

Die Typisierungsaktion am SGG findet alle zwei Jahre statt. Müller, der selbst 1990 an Leukämie erkrankte, ist Organisator und Gründer der Maßnahme und unterstützt seitdem andere Patienten bei ihrem Kampf gegen den Krebs. Er ist Mitglied der Leukämie-Hilfe-Rhein-Main g.e.V. und leitet eine Selbsthilfegruppe in Bingen. Schon seit acht Jahren führt er zusammen mit vielen weiteren Helfern die Typisierungsaktionen am SGG in Bingen durch. „Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Viele von ihnen benötigen zum Überleben eine Stammzellenspende, finden jedoch keinen passenden Spender“, erzählt Müller.

„Durch unsere Aktionen und durch die Unterstützung von innogy haben sich in den letzten acht Jahren bereits über 930 Schüler, Lehrer und Eltern des Gymnasiums typisieren lassen und wir konnten Spendengelder von 38.300 Euro an die DKMS (Deutsche-Knochenmark-Spender-Datei) überreichen. Seit 2009 haben mittlerweile 14 Schülerinnen und Schüler ihre Stammzellen gespendet. Bei 13 von ihnen haben die Patienten überlebt“, so Müller weiter.

Die Typisierung ist ganz einfach. Dem potentiellen Stammzellenspender werden dabei mit Hilfe eines Wangenabstrichs Gewebemerkmale entnommen. Anschließend werden sie im Labor untersucht und mit der Patientendatenbank abgeglichen. „Solche Typisierungsaktionen sind ein wichtiger Beitrag zum Kampf gegen Blutkrebs. Unsere Schülerinnen und Schüler haben sich sofort bereit erklärt, die Aktion zu unterstützen. Durch die finanzielle Hilfe, die wir von innogy erhalten haben, können wir auch in Zukunft weitere solcher Veranstaltungen durchführen. Dafür unseren herzlichen Dank“, freut sich Schulleiterin Renate Seipel zusammen mit ihrem Kollegen Müller.

„Bei der Typisierungsaktion werden Blutmerkmale für die DKMS erfasst und registriert. Es können sich alle typisieren lassen, die mindestens 17 Jahre alt sind. Die Daten werden an die DKMS übermittelt und stehen somit weltweit als potenzielle Spenderdaten zur Verfügung“, erklärte Müller weiter.