Essen,
17
Dezember
2018
|
10:47
Europe/Amsterdam

innogy und SSE beenden Verhandlungen zur geplanten Transaktion in Großbritannien

  • Keine Einigung über Anpassung der geplanten Transaktion zur Zusammenlegung der Vertriebsaktivitäten in Großbritannien

  • innogy-Vorstand prüft weitere Handlungsoptionen

  • Anpassung des Ausblicks des innogy-Konzerns für das Geschäftsjahr 2018

Die innogy SE und die SSE plc haben die Verhandlungen über kommerzielle Anpassungen der im November 2017 bekannt gegebenen Transaktion zur Zusammenlegung ihrer Vertriebsaktivitäten in Großbritannien ergebnislos beendet. Grund hierfür ist, dass die beiden Parteien keine einvernehmliche Lösung hinsichtlich der notwendigen direkten und indirekten Finanzierungsbeiträge finden konnten.

Martin Herrmann, Vertriebsvorstand der innogy SE, erläutert: „Das verschlechterte Marktumfeld im britischen Vertriebsgeschäft und regulatorische Eingriffe wie die Preisobergrenze haben erhebliche Auswirkungen auf den Ausblick für die geplante Vertriebsgesellschaft. Wir haben intensiv mit SSE über Anpassungen der im November 2017 bekannt gegebenen Transaktion verhandelt. Leider konnten wir keine Einigung erzielen, die für beide Seiten akzeptabel war. Wir prüfen nun alternative Handlungsoptionen für unser britisches Vertriebsgeschäft.“

Seit dem dritten Quartal 2018 hat innogy die Vertriebsaktivitäten von npower als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ bilanziert. Da das britische Vertriebsgeschäft nun vorerst weiter bei innogy verbleibt, wird npower in der Berichterstattung wieder als „fortgeführte Aktivitäten“ ausgewiesen. Aus diesem Grund ist eine Anpassung des im November kommunizierten Ausblicks für das Geschäftsjahr 2018 erforderlich: Unter Einbeziehung des britischen Vertriebsgeschäfts erwartet innogy nunmehr ein bereinigtes EBIT von rund 2.600 Millionen Euro (vorher: rund 2.700 Millionen Euro) auf Konzernebene sowie ein bereinigtes Nettoergebnis von über 1.000 Millionen Euro (vorher: über 1.100 Millionen Euro). Im Unternehmensbereich Vertrieb wird nun ein bereinigtes EBIT von rund 650 Millionen Euro (vorher: über 700 Millionen Euro) erwartet.

Für die Unternehmensbereiche Erneuerbare Energien (rund 300 Millionen Euro) und Netz & Infrastruktur (rund 1.950 Millionen Euro) sowie für das bereinigte Finanzergebnis (rund -750 Millionen Euro) und die Steuerquote zur Ermittlung des bereinigten Nettoergebnisses (25 bis 30 Prozent) bleibt der Ausblick unverändert. Auf Basis des bisherigen Zielkorridors für die Ausschüttungsquote von 70 bis 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses wäre eine Dividende in Höhe des Vorjahres (1,60 Euro / Aktie) nicht darstellbar.

Für das Jahr 2019 hat innogy bisher keinen Ausblick veröffentlicht. Aus aktueller Sicht würde die Wiedereinbeziehung des britischen Vertriebsgeschäfts in 2019 einen negativen Effekt auf das bereinigte EBIT in einer Größenordnung von rund minus 250 Mio. EUR haben.