Essen,
14
März
2018
|
09:57
Europe/Amsterdam

innogy und ista prämieren die besten Ideen zur digitalen Energiewende

  • Erster „iHack.Ruhr“ Hackathon in Essen am 17. und 18. März

  • Wettbewerb um die innovativsten Lösungen

Der „iHack.Ruhr“ richtet sich an alle Interessierten, die kreative Lösungen rund um die Energiewende finden wollen und in einem Prototypen umsetzen können – Programmierer, Designer und Berater ebenso wie Studierende und Schüler (ab 18 Jahre). innogy und ista stellen spezielle Aufgaben („Challenges“), die die Teilnehmer lösen sollen.

innogy stellt die Teilnehmer vor die Aufgabe, Kommunen zu identifizieren, in denen künftig viele Elektroautos an die Steckdose wollen. Hintergrund ist das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die deutschen Straßen zu bringen. Bei der innogy-Challenge soll ein Prototyp entwickelt werden, der das Potenzial der Elektromobilität für bestimmte Standorte aufzeigt. Dieser soll dabei helfen, Ladeinfrastruktur möglichst effizient auszubauen und die Netzauslastung vorherzusagen. innogy hat bereits eine Software entwickelt, die fundierte Prognosen darüber ermöglicht, wo perspektivisch Elektromobilitäts-Hotspots entstehen werden. Der Hackathon soll nun darauf aufsetzen und weitere Perspektiven bringen. Philipp Tüllmann, Head of Digital Transformation der Sparte „Grid & Infrastructure“ bei innogy und Jurymitglied beim Hackathon, sagt: „Wir treiben die digitale Transformation der Stromnetze voran. Neben der Einbindung der erneuerbaren Energien ist der erwartete massive Ausbau der Elektromobilität die große Herausforderung, vor der insbesondere die Netzbetreiber in den Ballungszentren stehen. Wir sind gespannt, welche innovativen Lösungen die Teilnehmer entwickeln werden.“

Die innogy-Tochter Westnetz stellt die Optimierung der Baustellenkoordination und einen verbesserten Austausch zwischen den Akteuren in den Vordergrund. Für die Kommunikation zwischen Tiefbauer, Vermesser und Abrechner gibt es heute noch keine einheitliche Plattform. Dadurch können sich Prozesse mitunter verzögern. Die Teilnehmer des Hackathon sollen eine digitale Lösung entwickeln, wie die Beteiligten schnell und unkompliziert miteinander kommunizieren können. Dadurch werden Synergien geschaffen und Aufwände minimiert. Zudem sollen in Zukunft auch georeferenzierte Daten an Baustellen aufgenommen und geteilt werden können.

Der Immobiliendienstleister ista sucht wiederum nach Lösungen, die helfen, Wärmeverbräuche in Gebäuden noch einfacher zu erfassen. „Das ist deshalb wichtig, weil Transparenz über Heiz- und Warmwasserverbräuche für den Erfolg der Energiewende eine entscheidende Rolle spielt“, sagt Jochen Schein, CEO von ista Deutschland. „Denn nur, wenn die Gebäudebewohner ihren Verbrauch genau kennen, können sie bewusster mit Energie umgehen, dadurch CO2 und Kosten sparen und so ihren ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ ista setzt dazu verstärkt auf eine IT-gestützte Infrastruktur, die eine bedarfsgerechte Erfassung und Abrechnung der Verbräuche ermöglicht, ohne dass ein Mitarbeiter das Gebäude oder einzelne Wohnungen zur Ablesung der Verbrauchswerte betreten muss. Der einzige Arbeitsschritt in diesem Prozess, der bisher noch nicht vollständig digital optimiert wurde, ist die Identifikation der Heizkörper. Dies ist nötig, um die ankommenden Daten später korrekt verarbeiten zu können. „Hier sind die Wettbewerbsteilnehmer gefragt, kreative Lösungen für digitale Geräte wie Smartphones, Datenbrillen oder auch Virtual Reality-Anwendungen zu entwickeln“, so Schein, der auch Mitglied der Jury ist, die am Sonntag die Gewinner des Wettbewerbs auszeichnen wird.