Essen,
18
Juni
2018
|
10:30
Europe/Amsterdam

Ausbau des Solargeschäfts:

innogy sichert sich Exklusivrechte an Solarentwicklungsprojekten in den USA

  • Vereinbarung mit amerikanischem Entwickler Birdseye Renewable Energy unterzeichnet
  • Entwicklungspipeline umfasst 13 Solarprojekte mit einer Gesamtkapazität von ca. 440 MW
  • innogy-Tochtergesellschaft BELECTRIC führend im Bau und dem Betrieb von großen Solarkraftwerken

Die innogy SE treibt ihre Ausbaustrategie für erneuerbare Energien im US-amerikanischen Markt weiter voran: Erst vor kurzem hat innogy die Verträge für den Erwerb einer großen Onshore-Wind-Pipeline in den USA unterzeichnet, und nun hat das Unternehmen über seine US-Tochtergesellschaft vereinbart, mit dem amerikanischen Solar-Entwickler Birdseye Renewable Energy, LLC (Birdseye) zusammenzuarbeiten. Ziel ist es, gemeinsam 13 Solarprojekte mit einer Gesamtkapazität von ca. 440 Megawatt (MW) zu entwickeln. Die Projekte sind unterschiedlich weit entwickelt und befinden sich in für erneuerbare Energien attraktiven Strommärkten der USA. Zusätzlich zu diesen Projekten werden beide Unternehmen weitere Möglichkeiten prüfen, die Kooperation zu vertiefen. Durch die am vergangenen Freitag unterzeichnete Vereinbarung sichert sich innogy das Vorrecht, sobald Projekte aus der Pipeline Baureife erlangt haben, diese vollständig zu erwerben. Die Entscheidung zur Übernahme einzelner Projekte wird von innogy jeweils im Einklang mit den Unternehmenszielen hinsichtlich Verschuldungsgrad und finanzieller Stabilität getroffen.

Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien der innogy SE
„Die Solarenergie ist die am schnellsten wachsende Technologie in der Energiebranche, die bereits in vielen Märkten ohne Subventionen auskommt. Die strategische Partnerschaft mit Birdseye ist für uns ein hervorragender Ausgangspunkt, um in den USA ein werthaltiges Solargeschäft auf- und auszubauen. Die Entwicklungspipeline von Birdseye und ihr lokales Engagement passt perfekt zu unserer Strategie, in große Solarkraftwerke zu investieren und das in vielversprechenden Märkten, die über eine hohe Sonneneinstrahlung verfügen und sich zum Ausbau erneuerbaren Energien bekennen – wie beispielsweise die Staaten in Nordamerika.“
Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien der innogy SE

Die derzeitige Entwicklungspipeline beinhaltet drei Solarprojekte in einem weit fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Diese liegen in North Carolina und verfügen über eine Gesamtkapazität von etwa 20 MW und zugesicherte Abnahmevereinbarungen. Es ist geplant, dass die Bauarbeiten für diese Projekte Anfang 2019 beginnen können. Der vollständige kommerzielle Betrieb soll im selben Jahr aufgenommen werden. Darüber hinaus gehören auch zehn Solarprojekte in einer frühen Entwicklungsphase zur Pipeline. Diese Projekte mit einer Gesamtkapazität von ca. 420 MW befinden sich in vier verschiedenen Staaten: North Carolina, South Carolina, Georgia und Mississippi. Die südöstlichen Staaten der USA werden aufgrund ihrer hohen Sonneneinstrahlung, der wachsenden Nachfrage nach regenerativen Energien und den positiven gesamtwirtschaftlichen Aussichten künftig einer der Hotspots für die Energiegewinnung aus Sonnenenergie sein.

Mit der Tochtergesellschaft BELECTRIC gehört innogy zu den führenden Unternehmen für den Bau von großen Solarkraftwerken und Batteriespeichern. Es ist geplant, dass BELECTRIC dienstleistend die gesamte Realisierung (EPC) sowie den Betrieb und die Instandhaltung (O&M) für alle Projekte übernimmt, die innogy aus der Birdseye-Pipeline erwirbt.

Bereits im August 2016 hat innogy die strategisch Entscheidung getroffen, den Ausbau erneuerbarer Energien in den USA voranzutreiben und hat dafür die Tochtergesellschaft Innogy Renewables US, LLC gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Chicago prüft Wachstumsmöglichkeiten in den Bereichen Solar sowie Onshore- und Offshore-Wind.

Erweiterung des Portfolios um große Solarprojekte
Für Investitionen im Bereich Solar entwickelt innogy Projekte in mehreren Ländern: innogy hat sich beispielsweise in Europa Projekte in einer Größenordnung von einigen hundert Megawatt gesichert. Das Unternehmen hat zudem im australischen Markt Fuß gefasst und Projektrechte an zwei Solarkraftwerken mit einer Gesamtkapazität von mehr als 460 MW in New South Wales erworben. Außerdem hat innogy eine Vereinbarung mit einem kanadischen Entwickler für Projekte mit einer Kapazität von über 1.000 MW unterzeichnet. Dieses Jahr liegt der Fokus darauf, Projekte von bis zu 260 MW aus der kanadischen Pipeline bis zur finalen Investitionsentscheidungen weiterzuentwickeln. Damit hat innogy eine wichtige Grundlage für Investitionen in große Solarprojekte gelegt.