Gillenfeld,
27
November
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

innogy Klimaschutzpreis in Gillenfeld überreicht

innogy Klimaschutzpreis für das Strohballenhaus am Pulvermaar (v. l.): Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schlichter, Renate und Bernd Hein sowie Kommunalbetreuer Thomas Hau von innogy.

  • Bernd Hein und sein Strohballenhaus am Pulvermaar ausgezeichnet
  • 500 Euro für eine gute Idee

In der Verbandsgemeinde Daun wurde der innogy Klimaschutzpreis verliehen. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schlichter und Kommunalbetreuer Thomas Hau von innogy überreichten den Preis und eine Urkunde an Bernd Hein aus Gillenfeld. Für sein Projekt erhielt er ein Preisgeld von 500 Euro. Mit dem Preis zeichnet die Verbandsgemeinde gemeinsam mit innogy das Engagement zur Förderung von Umwelt und Natur aus.

Ziel des innogy Klimaschutzpreises ist es auch, über die Öffentlichkeit „Nachahmer“ zu finden, die den jeweils Geehrten bei seinem Tun und Handeln um die Umwelt als Vorbild sehen. Das Preisgeld stellt innogy, die Kommune wirbt bei ihren Bürgern für eine Teilnahme an dem Wettbewerb.

Warum die Ortsgemeinde Gillenfeld Bernd Hein und sein Strohballenhaus am Pulvermaar für den Klimaschutzpreis vorgeschlagen, erläuterte Bürgermeister Karl-Heinz Schlichter: „Im ehemaligen Feriendorf der Arbeiterwohlfahrt oberhalb des Pulvermaars errichtete der rüstige Rentner ein Haus in innovativer Bauweise. Dort sind Strohballen die Grundlage des Hauses. Sie sind 1,25 Meter breit und mit einer Hochdruckpresse so verarbeitet, dass sie fest verklebt sind und nicht auseinanderfallen. Arbeiter verputzten das Stroh mit einer dicken Lehmschicht. Über eine Energiekrise kann Bernd Hein nur lachen. Wird es in der Vulkaneifel frostig, dann verzichtet der 75-Jährige auf Gas aus Russland und auf Öl aus Saudi-Arabien. Das Strohballenhaus benötigt weniger um warm zu werden. Bernd Hein: „Die Wände sind 1,40 Meter dick, davon 1,25 hoch fest gepresstes und mit stabilen Schnüren gebundenes Stroh. Innen sind drei Lagen Lehm aufgebracht und Außen hydraulicher Kalkputz, so dass das Haus diffusionsoffen ist und ein Wohlfühlklima erzeugt.“

Zum Preis

Der Klimaschutzpreis der innogy wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Die Städte und Gemeinden sind aufgerufen, besondere Projekte zur Prämierung vorzuschlagen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Nähere Informationen unter www.innogy.com/klimaschutzpreis.