Essen,
13
August
2018
|
08:00
Europe/Amsterdam

innogy findet neue Partner für Offshore-Windpark Triton Knoll

  • innogy veräußert Anteile von insgesamt 41% an J-Power (25%) und Kansai Electric Power (16%)
  • innogy bleibt mit 59% Mehrheitseigner am Windparkprojekt Triton Knoll
  • Abschluss der Vereinbarungen über Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung voraussichtlich im dritten Quartal 2018
  • Inbetriebnahme des Offshore-Windparks soll 2021 beginnen

Im Rahmen der Unternehmensstrategie, große Offshore-Windprojekte gemeinsam mit Partnern umzusetzen, hat die innogy SE, über ihre Tochtergesellschaft Innogy Renewables UK Ltd., eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der sie 41% ihres Offshore-Windparks Triton Knoll verkauft. Die neuen Gesellschafter werden Electric Power Development Co., Ltd. (aktiv unter dem Namen J-Power; 25%), über die Tochtergesellschaft JP Renewable Europe Company (JPREC), sowie Kansai Electric Power Co., Inc. (16%), über das Tochterunternehmen KPIC Netherlands B.V. Die Mehrheitsbeteiligung (59%) bleibt bei innogy. Die Development Bank of Japan Inc. wird sich an der Finanzierung der JPREC mit Eigenkapital beteiligen und dafür Vorzugsanteile an dieser Gesellschaft erhalten.

Triton Knoll ist ein Offshore-Windprojekt mit einer geplanten Kapazität von 860 Megawatt (MW).Der Voraussetzung für den Vollzug der Transaktion ist die Genehmigung durch den Aufsichtsrat der innogy SE sowie der Abschluss sowie Vollzug der Finanzierungsvereinbarung. Letztere wird im dritten Quartal 2018 erwartet.

Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien der innogy SE
„Da wir unser Offshore-Portfolio weltweit kontinuierlich ausbauen, zählt die Sicherung wertvoller strategischer Partnerschaften zu den wichtigsten Zielen im Rahmen unserer Strategie. Die unterzeichnete Vereinbarung verdeutlicht die Attraktivität unserer Offshore-Entwicklungsprojekte. Mit J-Power und Kansai haben wir erfahrene und zuverlässige Partner gefunden. Wir freuen uns darauf, den Offshore-Windpark Triton Knoll gemeinsam erfolgreich zu realisieren.“
Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien der innogy SE

Makoto Honda, Director and Executive Managing Officer bei J-Power, erläutert: „Wir freuen uns sehr, beim Offshore-Windpark Triton Knoll mit innogy zusammenzuarbeiten. Als führender Betreiber von Windkraftanlagen in Japan erfüllt es uns mit großem Stolz, Teil dieses internationalen Offshore-Projekts zu werden – eine Premiere für einen japanischen Stromkonzern. Wir werden auch zukünftig daran arbeiten, neue Windprojekte in unserem Heimatmarkt sowie auf internationaler Ebene auf den Weg zu bringen.“

Hiroshi Nakajima, Managing Executive Officer, International Business and Cooperation Division bei Kansai Electric Power, fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, Partner von innogy für den Offshore-Windpark Triton Knoll zu werden. Es ist das erste Mal, dass ein japanischer Stromkonzern an einem derartigen Offshore-Projekt im Ausland beteiligt ist. Auch angesichts der Tatsache, dass die erneuerbaren Energie in Europa weiter stark auf dem Vormarsch sind, sind wir außerordentlich stolz, einen weiteren Meilenstein in der exzellenten Beziehung zu innogy und J-Power erreicht zu haben.“

Nach der vollständigen Inbetriebnahme soll der Offshore-Windpark Triton Knoll rechnerisch 800.000 britische Haushalte pro Jahr mit grünem Strom versorgen. Das geplante Investitionsvolumen beträgt etwa zwei Milliarden britische Pfund (umgerechnet etwa 2,3 Milliarden Euro zum aktuellen Wechselkurs). Der Standort des Windparks liegt 32 Kilometer vor der Küste von Lincolnshire im Osten Englands.

Das Herzstück des Windparks sollen 90 Windenergieanlagen vom Typ V164 der Firma MHI Vestas werden. Diese Turbinen mit je 9,5 MW installierter Leistung zählen derzeit zu den leistungsstärksten und effizientesten Windkraftanlagen der Welt. innogy wird sowohl die Errichtung als auch den Betrieb und die Instandhaltung im Namen der Projektpartner steuern.

Vorbereitende Arbeiten zur Bereitstellung des landseitigen Netzanschlusses sind bereits angelaufen. Dazu zählen die Verlegung einer 57 Kilometer langen unterirdischen Kabeltrasse, die Errichtung von Anlandungsinfrastruktur sowie die Konstruktion einer neuen Onshore-Umspannanlage bei Bicker Fen in Lincolnshire. Die eigentliche Bauphase soll in Kürze beginnen. Die Errichtung der Windkraftanlagen startet voraussichtlich Ende 2019. Nach aktueller Planung soll im Jahr 2021 mit der Inbetriebnahme des Windparks begonnen werden.

In der jüngsten Auktionsrunde zur Förderung Erneuerbarer-Energien-Projekte (Contract for Difference) im September 2017 hat Triton Knoll einen Zuschlag vom britischen Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie (Department for Business, Energy & Industrial Strategy) erhalten.

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Über Electric Power Development Company, Ltd. (J-POWER)

Die Electric Power Development Company, Ltd., kurz J-POWER, wurde 1952 mit dem Ziel gegründet, die Stromknappheit im Japan der Nachkriegszeit zu überwinden. Inzwischen zählt J-POWER zu den führenden Energiekonzernen Japans und trägt dabei auch den veränderten gesellschaftlichen Anforderungen Rechnung. Derzeit betreibt J-POWER Kraftwerke an über 100 Standorten in Japan. Die installierte Gesamtleistung beträgt rund 18 GW. Das Kerngeschäft von J-POWER ist die Stromerzeugung aus Wasserkraft; gleichzeitig wächst das Unternehmen aber auch in zukunftsträchtigen Bereichen wie der Windkraft und Erdwärme. Diese Erfahrung hat J-POWER erfolgreich genutzt und seine geschäftlichen Aktivitäten auch auf internationaler Ebene ausgeweitet. Seit über 50 Jahren bietet das Unternehmen Beratungsleistungen in über 60 Ländern und Regionen an, vorrangig in Form technologischer Kooperationen. Darüber hinaus hat sich J-POWER in den vergangenen Jahren auch außerhalb Japans an Aktivitäten auf dem Gebiet der Stromerzeugung beteiligt. In den USA und in asiatischen Ländern wie Thailand war J-POWER an diversen Projekten mit einer Gesamtleistung von ca. 7,5 GW beteiligt.

Über Kansai Electric Power Co., Inc.

Kansai Electric Power ist ein führendes japanisches Energieunternehmen mit Sitz in Osaka. Das Unternehmen erzeugt jährlich 115,2 Mrd. kWh und verfügt über eine installierte Gesamtleistung von 34 GW. Kansai Electric Power ist der erste japanische Energieversorger, der an einem IPP-Projekt im Ausland mitwirkte – dabei handelte es sich um das San Roque Hydropower-Projekt 1998 auf den Philippinen. Seitdem ist Kansai Electric Power aktiv in das weltweite Stromgeschäft involviert und beteiligte sich beispielsweise an der Errichtung neuer Wasserkraftwerke in Indonesien und Laos. Das Unternehmen hält Anteile an 14 Projekten in 11 Ländern, unter anderem in Asien, Australien, Nordamerika und Europa. Darüber hinaus plant das Unternehmen, seine Gesamtleistung im Ausland bis zum Jahr 2025 auf einen Anteil von 10 bis 12 GW auszubauen. In den vergangenen Jahren hat Kansai Electric Power seine Geschäftstätigkeit auf die Bereiche Informationstechnik, Telekommunikation, Immobilien und Lifestyle ausgeweitet. Zudem bringt das Unternehmen im Rahmen seines Group Support Service seine Erfahrung und seine exzellenten Beziehungen in der Energiebranche ein. Für Kunden und Geschäftspartner bietet Kansai Electric Power eine große Bandbreite an sicheren und komfortablen Dienstleistungen an - als verlässlicher Partner für geschäftliche und alltägliche Belange. Mit dieser Strategie konnte das Unternehmen ein stetiges Wachstum im Heimatmarkt sowie im Ausland verbuchen und gleichzeitig seine Stellung als Japans führendes Unternehmen im Energiesektor untermauern.