Essen,
29
November
2017
|
13:43
Europe/Amsterdam

innogy bietet qualifizierten Flüchtlingen eine Startchance

  • Gelebte Integration durch Praktika und Ausbildungen

  • chance2start schafft seit Oktober weitere Perspektiven

Über 120 Praktikanten, zwölf Auszubildende, sechs befristete Einstellungen und ein duales, praxisorientiertes Studium – diese Stellen wurden seit 2015 mit Flüchtlingen besetzt. innogy macht es ihnen damit leichter, im deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Dieses Engagement wird jetzt weiter forciert: Das einjährige Programm chance2start bietet acht gut qualifizierten Flüchtlingen eine echte Chance zum Einstieg bei innogy oder allgemein im Arbeitsmarkt. Das Ziel ist es, ihnen die notwendigen Kenntnisse der Fachsprache, Software und Prozesse zu vermitteln, die sie für eine feste Einstellung benötigen. Im Rahmen des Programms werden die Flüchtlinge durch Mentoren im jeweiligen Fachbereich sowie die Ausbildungsabteilung begleitet.

Uwe Tigges, Personalvorstand innogy SE
„Hochqualifizierte Flüchtlinge können einen Beitrag dazu leisten, den Fachkräftemangel zu lindern. Voraussetzung ist eine gute berufliche Integration. Hier setzt unser Programm chance2start an. Statt wechselnder kurzfristiger Praktika setzen wir auf ein volles Qualifizierungsjahr bei uns im Unternehmen. So haben die Teilnehmer ausreichend Zeit ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, vor allem im fachsprachlichen Bereich. Denn das ist die größte Hürde für den Einstieg in ein Unternehmen.“  
Uwe Tigges, Personalvorstand innogy SE

Neben chance2start können sich Flüchtlinge auf offene Praktikantenstellen und Ausbildungsplätze bei innogy bewerben. Als Vorbereitung auf eine Ausbildung ist die Teilnahme an der Einstiegsqualifizierung „Ich pack‘ das!“ möglich. 28 Flüchtlinge haben dieses Angebot bereits genutzt.

Nicht nur innogy als Unternehmen, auch die Mitarbeiter engagieren sich für die Flüchtlinge. Im Rahmen der Initiative Companius, die ehrenamtliches Engagement fördert und unterstützt, wurden seit 2015 rund 100 Projekte durchgeführt. Mehr als 420 Mitarbeiter waren daran beteiligt. Auf großes Interesse trafen auch die Veranstaltungen „refugees@innogy“.

Ganz praktische Hilfe bieten Sprachkurse, bei denen Mitarbeiter von innogy ehrenamtlich als Sprachlehrer agieren. Nach einer Online-Abfrage meldeten sich 70 Mitarbeiter, die sich in dieser Art engagieren wollten. Inzwischen wurden sechs Sprachkurse durchgeführt, von denen mehr als 100 geflüchtete Menschen profitieren konnten. Ein weiterer Sprachkurs mit dem Schwerpunkt „Bewerbungstraining“ läuft derzeit.

Eine weitere Facette der Flüchtlingshilfe bei innogy ist das Konzept der Integrationslotsen. Mitarbeiter werden dazu motiviert, Geflüchtete im beruflichen oder privaten Umfeld bei der Integration zu unterstützen. Auf diese Weise erfahren die Geflüchteten die dringend benötigte Hilfe und die Mitarbeiter können ihre interkulturelle Kompetenz ausbauen. Freiwillige Mitarbeiter wurden schnell gefunden, anschließend Tandems und Teams zusammengestellt. Dieses Beispiel unterstreicht, dass Flüchtlingshilfe keine Einbahnstraße ist, sondern eine gewinnbringende Situation für beide Seiten darstellt.

innogy ist Teil der Integration-Initiative „Wir zusammen“ an der sich zahlreiche Unternehmen der deutschen Wirtschaft beteiligen.