Essen,
30
Januar
2020
|
09:00
Europe/Amsterdam

innogy baut ihren ersten Batteriespeicher in Irland

  • Der Batteriespeicher (60 Megawatt) soll 2021 betriebsbereit sein
  • Investitionssumme rund 25 Millionen Euro
  • Speicher unterstützt Energiewende in Irland durch die Bereitstellung von Netzdienstleistungen

Die innogy SE treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran und steigt in Irland in das Geschäft mit Batteriespeichern ein: innogy baut ihren ersten großen Batteriespeicher im irischen County Monaghan, nahe der Ortschaft Lisdrumdoagh. Die finale Investitionsentscheidung (FID) dazu wurde nun getroffen. Bereits in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für den 60-Megawatt-Speicher beginnen, 2021 soll die Anlage vollständig in Betrieb gehen. Der Batteriespeicher soll Netzdienstleistungen für das Stromnetz bereitstellen und erweitert das Erneuerbaren-Energien-Portfolio von innogy in Irland.

Sven Utermöhlen, Senior Vice President Renewables Operations bei innogy SE: „Es macht mich stolz, dass wir eine bedeutende Investition im Bereich der Großbatteriespeicher tätigen, und zwar nicht irgendwo, sondern in Irland, einem Markt mit einem starken Engagement für erneuerbare Energien und Batteriespeicher. Das macht Irland zu einem idealen Ausgangspunkt für den weiteren Ausbau unserer Geschäfte mit Batteriespeichern.“

Cathal Hennessy, Managing Director von innogy Renewables Ireland: „Mit diesem Batteriespeicher leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende in Irland. Die Speichertechnik ist das elementare Verbindungsstück zwischen modernen Stromnetzen und der schwankenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien: Sie kann überschüssigen Strom speichern und bei Bedarf wieder abgeben.“

In Irland löst die Stromerzeugung aus Erneuerbaren die konventionelle Stromerzeugung zunehmend ab. Zugleich sehen sich die Betreiber von Stromnetzen zunehmend mit der Aufgabe konfrontiert, Schwankungen im Verteil- und Übertragungsnetz auszugleichen. Dies kann beispielsweise durch die Leistungsbegrenzung von Windkraftanlagen erreicht werden. Zudem bieten Batteriespeicher-Projekte eine besonders effiziente Möglichkeit, das Netz zu stabilisieren und so eine zuverlässige Stromversorgung zu garantieren: In weniger als 150 Millisekunden können Großbatteriespeicher wie der, der in Lisdrumdoagh gebaut wird, auf Frequenzschwankungen reagieren und je nach Bedarf Strom aus dem Netz aufnehmen oder in das Netz abgeben. Batteriespeicher sind daher besonders gut geeignet, die mit erneuerbaren Energien einhergehende schwankende Netzeinspeisung auszugleichen.

Nach der Inbetriebnahme wird der Batteriespeicher in Lisdrumdoagh mit seiner Leistung von 60 Megawatt (MW) ausreichend Kapazität bereitstellen, um das Äquivalent von rund 125.000 Haushalten mit Strom versorgen zu können.1)
Die geplante Investitionssumme für den neuen Batteriespeicher beläuft sich insgesamt auf etwa 25 Millionen Euro.

Im Einklang mit der Strategie des Unternehmens überprüft innogy alle Optionen hinsichtlich Eigentümer- und Finanzierungsstruktur ihrer Anlagen, um den größtmöglichen Wert für das Unternehmen und seine Aktionäre zu erzielen.

Irland ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für innogy

Die Gründung der Tochtergesellschaft innogy Renewables Ireland Ltd. im Jahr 2016 markierte für innogy den Eintritt in den irischen Markt. Der im Jahr 2018 errichtete und mittlerweile in Betrieb genommene Windpark Dromadda Beg ist der erste Onshore-Windpark von innogy in Irland. Er befindet sich im County Kerry und hat eine Leistung von 10,2 MW. Das irische Team des Unternehmens entwickelt weitere Erneuerbaren-Projekte vor Ort, beispielsweise weitere Onshore-Windparks und Batteriespeicher.

Außerdem entwickelt innogy den Offshore-Windpark Dublin Array, der vor der Küste der Landeshauptstadt in der Irischen See entstehen und über eine installierte Leistung von bis zu 1.000 MW verfügen soll. 2018 ist innogy eine Partnerschaft mit dem irischen Unternehmen Saorgus Energy eingegangen, um die Entwicklung gemeinsam voranzutreiben.

 

1) Diese Berechnungen basieren auf einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 4.200 kWh pro Haushalt. Die Regulierungsbehörde für die Energie- und Wasserwirtschaft der Republik Irland, Commission for Regulation of Utilities (CRU), hat vor Kurzem Daten bezüglich des Stromverbrauchs von Privathaushalten erhoben, aus denen dieser Wert abgeleitet wurde.