Essen,
13
März
2017
|
08:10
Europe/Amsterdam

innogy schließt erstes Geschäftsjahr erfolgreich ab

  • Alle Ziele für 2016 erreicht
  • Bereinigtes EBITDA mit 4,2 Milliarden Euro innerhalb der prognostizierten Bandbreite
  • Attraktive Dividende: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen 1,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 vor
  • Für 2017 Ergebnissteigerung erwartet

Die innogy SE hat in ihrem ersten Geschäftsjahr als eigenständiges Unternehmen alle ihre finanziellen Ziele erreicht: Das bereinigte EBITDA (bisher EBITDA) liegt mit 4,2 Milliarden Euro innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 4,1 bis 4,4 Milliarden Euro. Beim bereinigten Nettoergebnis hat innogy mit 1,1 Milliarden Euro den Prognosewert exakt getroffen. Auf dieser Basis werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung im April eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie für 2016 vorschlagen. Das entspricht einer Dividendenrendite von rund 5 Prozent auf Basis des Jahresschlusskurses 2016.

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE, blickt zufrieden auf das zurückliegende Geschäftsjahr:

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE
„Für 2016 haben wir viel versprochen und wir haben unsere Versprechen gehalten. Mit 1,60 Euro je Aktie wollen wir rund 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses an unsere Investoren ausschütten. Wir stellen unter Beweis, dass innogy ein stabiler, dividendenstarker Titel ist. Bei unseren Ertragszielen haben wir eine Punktlandung hingelegt. Für 2017 können unsere Investoren ein steigendes Ergebnis erwarten. Beim bereinigten Nettoergebnis erwarten wir einen Betrag von über 1,2 Milliarden Euro.“
Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE

Terium weiter: „Das alles haben wir geschafft, während parallel viele Ressourcen auf den schnellsten und größten Börsengang in Deutschland der vergangenen Jahre fokussiert waren. Das erfüllt mich mit Stolz. Mein Dank gilt unseren mehr als 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Das nach Marktkapitalisierung größte Energieunternehmen Deutschlands erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Außenumsatz von rund 43,6 Milliarden Euro; er blieb damit 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte EBITDA liegt mit 4,2 Milliarden Euro innerhalb der erwarteten Bandbreite; gegenüber 2015 entspricht dies einem Rückgang um 7 Prozent. Nach betrieblichen Abschreibungen hat innogy ein bereinigtes EBIT (bisher: betriebliches Ergebnis) von 2,7 Milliarden Euro erzielt und schloss damit 10 Prozent unter Vorjahr ab. Ursache hierfür waren vor allem Mehraufwendungen für die Instandhaltung und Modernisierung der Netzinfrastruktur. Hinzu kam ein wesentlich geringeres Windaufkommen, das sich negativ auf die Auslastung der Windkraftanlagen auswirkte.


Positiver Ausblick 2017: Bereinigtes Nettoergebnis von über 1,2 Milliarden Euro

innogy erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine positive Ergebnisentwicklung und prognostiziert für 2017 ein bereinigtes EBITDA von rund 4,4 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT von rund 2,9 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Grund dafür sind geringere Kosten im Segment Netz & Infrastruktur Deutschland. Das bereinigte Nettoergebnis wird voraussichtlich bei über 1,2 Milliarden Euro liegen und damit den Wert des Geschäftsjahres 2016 um mindestens 7 Prozent übertreffen. Hier kommen auch geringere Aufwendungen im Finanzergebnis zum Tragen. Der Unternehmensbereich Erneuerbare Energien wird voraussichtlich auf Vorjahresniveau abschließen, wohingegen das Ergebnis des Unternehmensbereichs Netz & Infrastruktur deutlich über 2016 erwartet wird. Der Unternehmensbereich Vertrieb wird voraussichtlich ebenfalls auf Vorjahresniveau abschließen.

Die Ausschüttungspolitik von innogy ist auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Kontinuität ausgerichtet. Peter Terium unterstreicht:

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE
„Wir haben uns vorgenommen, eine mittelfristig positive Dividendenentwicklung zu zeigen, die im Einklang mit unserer um Sondereffekte bereinigten Ertragslage steht. innogy ist ein Dividendenwert mit Wachstumspotenzial.“
Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE

Basis für die Dividende ist das bereinigte Nettoergebnis, von dem innogy weiterhin 70 bis 80 Prozent ausschütten will. Über die genaue Höhe der Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017, die der Hauptversammlung im April 2018 vorgeschlagen wird, werden Vorstand und Aufsichtsrat der innogy SE voraussichtlich Anfang 2018 entscheiden.


Geschäftsentwicklung 2016 im Einzelnen

Sowohl die Entwicklung des bereinigten EBITDA als auch des bereinigten EBIT ist im Wesentlichen durch folgende Sachverhalte geprägt:

Im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien wirkte vor allem das geringere Windaufkommen ergebnismindernd. An den wichtigsten Erzeugungsstandorten von innogy in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Polen waren zum Teil deutliche Rückgänge zu verzeichnen, vor allem im zweiten Halbjahr. Zudem enthielt das Ergebnis des Vorjahres noch Einmalerträge insbesondere aus dem Verkauf von Anteilen am Offshore-Windkraftprojekt Galloper und dem Verkauf der Netzinfrastruktur des Offshore-Windparks Gwynt y Môr. Das bereinigte EBITDA des Bereichs hat sich um 18 Prozent auf 671 Millionen Euro verringert, ähnlich auch das bereinigte EBIT: Es reduzierte sich um 26 Prozent auf 359 Millionen Euro.

Der Unternehmensbereich Netz & Infrastruktur erwirtschaftete ein gegenüber 2015 um 9 Prozent niedrigeres bereinigtes EBITDA von 2.622 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT ging um 12 Prozent auf 1.708 Millionen Euro zurück. Der Ertragsrückgang in diesem Bereich ist vor allem auf Mehraufwendungen für die Instandhaltung der Netzinfrastruktur in Deutschland zurückzuführen. Im Segment Netz & Infrastruktur Osteuropa hatte das Ergebnis im Vorjahr zudem hohe Einmalerträge im Zusammenhang mit der erstmaligen Vollkonsolidierung des slowakischen Energieversorgers VSE enthalten.

Positiv hat sich die Ertragslage im Unternehmensbereich Vertrieb entwickelt. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 7 Prozent auf 1.057 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT ist um 2 Prozent auf 844 Millionen Euro gestiegen. Diese positive Entwicklung ist umso erfreulicher, da das Vorjahresergebnis noch einen hohen Einmalertrag aus der Neubewertung von VSE enthielt. Das Vertriebssegment Großbritannien leistete den größten Beitrag zum Wachstum, obwohl es erneut einen Verlust auf Basis des bereinigten EBITDA und des bereinigten EBIT verzeichnen musste. Das Anfang 2016 gestartete Restrukturierungsprogramm zeigte Wirkung: In einem sehr schwierigen Marktumfeld gelang es, Kosten weiter zu reduzieren, die Anzahl der Kundenbeschwerden ging zurück und die Kundenzahl blieb relativ stabil.


Dividendenvorschlag von 1,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2016

Vorstand und Aufsichtsrat der innogy SE schlagen der Hauptversammlung am 24. April 2017 für das Geschäftsjahr 2016 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,60 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Das entspricht einer Ausschüttung von rund 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses. Damit liegt die Ausschüttungsquote am oberen Ende der Bandbreite von 70 bis 80 Prozent, die innogy als Zielkorridor für die Dividendenausschüttung formuliert hat.


Stromerzeugung 2016 leicht unter Vorjahr

innogy hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 10,8 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, 3 Prozent weniger als 2015. Ein Großteil davon entfiel auf die Produktion aus erneuerbaren Energien: 65 Prozent aus Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen, 26 Prozent aus Laufwasserkraftwerken und 2 Prozent aus Biomasse- und Photovoltaikanlagen. Rund 7 Prozent stammten aus Kapazitäten konventioneller Stromerzeugung, die innogy über ihre vollkonsolidierten Beteiligungen mit ausweist. Der Rückgang der Stromerzeugung ist in erster Linie auf das gegenüber 2015 erheblich geringere Windaufkommen und die damit verbundene schlechtere Auslastung der Windkraftanlagen zurückzuführen.


Gas- und Stromabsatz zeigen unterschiedliche Entwicklung

Der Gasabsatz lag mit 241,3 Milliarden Kilowattstunden um rund 2 Prozent unter Vorjahr. Ursächlich hierfür waren Absatzeinbußen bei den Weiterverteilern, die sich verstärkt oder komplett bei anderen Anbietern eingedeckt haben. Der Stromabsatz ist hingegen um 4 Prozent auf 242,5 Milliarden Kilowattstunden gestiegen. Mehr Strom konnte im Segment der Weiterverteiler abgesetzt werden, da neue Abnehmer gewonnen und Lieferbeziehungen mit Bestandskunden intensiviert werden konnten.


Investitionen leicht unter Vorjahr

Im Geschäftsjahr 2016 investierte innogy 2,1 Milliarden Euro und damit 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon entfielen 1,8 Milliarden Euro auf Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, 9 Prozent weniger als 2015. Vor allem im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien reduzierten sich die Sachausgaben, und zwar um 40 Prozent. Ausschlaggebend war hier die Fertigstellung der Offshore‑Windparks Nordsee Ost und Gwynt y Môr im Jahr 2015. Auch im Unternehmensbereich Netz & Infrastruktur waren die Investitionen leicht rückläufig, allerdings flossen fast zwei Drittel der gesamten Sachinvestitionen weiterhin in diesen Bereich. Bei den hier getätigten Investitionen standen neben der Substanzerhaltung der Anschluss dezentraler Erzeugungsanlagen sowie der Netzausbau im Zusammenhang mit der Energiewende im Vordergrund.


Free Cash Flow 15 Prozent über Vorjahr

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf rund 2,7 Milliarden Euro und hat sich im Vorjahresvergleich um 3 Prozent verringert. Im Wesentlichen ist dies auf die Veränderung des Nettoumlaufvermögens zurückzuführen, das insbesondere in den Unternehmensbereichen Netz & Infrastruktur und Vertrieb erheblichen Schwankungen unterliegt. Der Free Cash Flow hat sich um 15 Prozent gegenüber Vorjahr auf 841 Millionen Euro erhöht. Er ergibt sich aus dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.


Verschuldungsgrad lag Ende 2016 bei 3,7 und somit unterhalb des angestrebten Richtwerts von 4,0

Die Nettoschulden von innogy lagen zum 31. Dezember 2016 bei 15,7 Milliarden Euro und haben sich somit gegenüber dem Bilanzstichtag 2015 um 9,1 Milliarden Euro erhöht. Allerdings sind die in der Bilanz 2015 ausgewiesenen Nettoschulden nur begrenzt vergleichbar. So wurde erst im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 die gewünschte Kapitalstruktur des innogy-Konzerns etabliert: Als Gegenleistung für die im Zuge der Reorganisation von RWE auf innogy übertragene Aktiva hat innogy u.a. Kapitalmarktverbindlichkeiten des RWE-Konzerns wirtschaftlich übernommen. Nach dem Börsengang wurde diese wirtschaftliche Schuldübernahme auch extern im Rahmen eines Garanten- und Schuldnerwechsels für Anleihen von der RWE AG auf innogy initiiert und im Februar 2017 erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Gesamtvolumen von 11 Milliarden Euro war diese Transaktion die bislang umfangreichste ihrer Art eines Unternehmens in Europa. Zudem machte die Entwicklung der Marktzinsen eine Erhöhung der Pensionsrückstellungen gegenüber Ende 2015 erforderlich. Schuldenmindernd wirkten die Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs von 2,0 Milliarden Euro und der positive Free Cash Flow.

innogy steuert ihre Verschuldung mittels eines Verschuldungsfaktors; er stellt das Verhältnis von Nettoschulden zum bereinigten EBITDA dar. Diese Kennzahl ist aussagekräftiger als die absolute Höhe der Verbindlichkeiten, da sie die Ertragskraft des Unternehmens mit einbezieht – und damit dessen Fähigkeit, die Schulden zu bedienen. innogy strebt einen Verschuldungsfaktor von rund 4,0 an. Zum 31. Dezember 2016 lag dieser bei 3,7.


40.636 Mitarbeiter Ende 2016 für innogy tätig

Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte innogy konzernweit 40.636 Mitarbeiter. Bei der Ermittlung dieser Zahl wurden Teilzeitstellen anteilig berücksichtigt. Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Mitarbeiter per saldo um 476 Beschäftigte angestiegen. An den deutschen Standorten erhöhte sie sich gegenüber dem Vorjahresende um 619 auf 20.553, während sich die Anzahl der Mitarbeiter im Ausland um 143 auf 20.083 verringerte.

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