Saffig,
08
Dezember
2016
|
00:00
Europe/Amsterdam

Erster Batteriespeicher der Vulkaneifel optimiert die Stromversorgung in Uersfeld

Sie nahmen den Netzspeicher offiziell in Betrieb: Vertreter der Verbands- und Ortsgemeinde, der Feuerwehr, benachbarter Gewerbebetriebe und der Westnetz. Foto: innogy

  • Überschüssige Energie aus regenerativer Erzeugung kann nun vor Ort genutzt werden
  • innogy stellt innovatives Projekt zur Energiespeicherung vor

Die Zahl der Erneuerbare-Energien-Anlagen steigt in der Region weiterhin an – so auch im Landkreis Vulkaneifel. Das macht den intelligenten Aus- und Umbau der Stromnetze erforderlich. Westnetz, der Verteilnetzbetreiber der innogy SE im Westen Deutschlands, modernisiert daher das Stromnetz immer weiter. In Uersfeld kommt jetzt ein Batteriespeicher zum Einsatz, der das Ortsnetz stabilisiert und überschüssige Energie aufnehmen kann.

In Spitzenzeiten wird in Uersfeld 25 mal mehr Strom regenerativ erzeugt als gleichzeitig verbraucht werden kann. Zeitlich verzögert kann nun die Energie wieder in das Stromnetz eingespeist werden. Das Ziel: Lokal erzeugte regenerative Energie wird dann wieder zur Verfügung gestellt, wenn sie lokal genutzt werden kann. Das Kernstück der Anlage ist ein elektrochemischer Speicher. „Mit dem Stromspeicher ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung eines intelligenten Ortsnetzes in unserer Region gemacht“, sagt Kommunalbetreuer Thomas Hau von innogy.

Die Steuerung und Überwachung der Anlage übernimmt intelligente Technik. Der Batteriespeicher hat eine Leistung von 25 Kilowatt und eine Speicherkapazität von 65 Kilowattstunden. Er ist damit groß genug, um täglich den Verbrauch von sieben Haushalten zu decken. Mit seinem Speichervolumen können bisherige Strom- und Spannungsspitzen in der Ortsnetzstation ausgeglichen werden. „Der Netzspeicher ist seit Juli im Probebetrieb und geht jetzt in den Regelbetrieb über. Der bisher eingespeicherte Strom könnte den Jahresstromverbrauch eines Zwei-Personen-Haushaltes decken,“ erläutert Steffen Heise, zuständiger Projektleiter der Westnetz GmbH im Regionalzentrum Rauschermühle.