Eschweiler,
28
April
2017
|
11:51
Europe/Amsterdam

Erste Anlage dreht sich im indeland Windpark Eschweiler

Zusammenfassung

• Erstmals grüner Strom eingespeist

• Gemeinschaftsprojekt von innogy, EWV und RURENERGIE

• 13 Windenergieanlagen auf rekultivierter Fläche des Tagebaus Inden

Diese Woche hat sich die erste Windenergieanlage im indeland Windpark Eschweiler gedreht und grünen Strom ins Netz eingespeist.

Sie befindet sich nun einige Tage im Testbetrieb, bis alle Funktionalitäten geprüft und bestätigt sind. Nach und nach werden auch die anderen bereits installierten Anlagen des ersten Bauabschnitts in Betrieb genommen. Währenddessen laufen die Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt nördlich von Fronhoven für neun weitere Anlagen auf Hochtouren.

innogy-Projektleiter Boris Ossadnik erläutert: „Wir liegen voll im Plan, so dass nach aktueller Planung alle vier Anlagen nordwestlich des Blaustein-Sees im zweiten Quartal Strom liefern können. In Fronhoven haben wir an zwei Standorten bereits mit den Fundamentbauarbeiten begonnen. An jedem Standort müssen zur Gewährleistung der Standsicherheit der Anlagen Schottersäulen und aufwändige Lastverteilungspolster hergestellt werden. Ende Mai planen wir, die ersten Betonturmsegmente auf das Fundament zu setzen, gefolgt von den drei Stahlturmelementen. Und Anfang August beginnt die Installation der Maschinenhäuser und Rotorsterne.“

Dabei werden auf die so genannten Hybridtürme in einer Höhe von 123 und 143 Metern das 100 Tonnen schwere Maschinenhaus inklusive Getriebe und Generator gesetzt, gefolgt von der Montage des Rotorsterns mit den jeweils rund 55 Meter langen Blättern. Die Windenergieanlagen verfügt über eine Gesamthöhe von bis zu 200 Metern und eine Leistung von jeweils 3,2 Megawatt (MW). „Im Herbst sollen sich dann alle 13 Anlagen drehen“, ergänzt Ossadnik.

 

indeland Windpark Eschweiler

innogy, die EWV und die RURENERGIE errichten gemeinsam 13 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 41,6 MW. Die Anlagen des deutschen Herstellers Senvion entstehen in zwei Bauabschnitten auf rekultivierter Fläche des Tagebaus Inden: Vier Windenergieanlagen (12,8 MW) werden nordwestlich des Blaustein-Sees angrenzend an die Gemeinde Aldenhoven und die Stadt Alsdorf errichtet. Neun weitere Anlagen (28,8 MW) entstehen nördlich von Fronhoven. An der Windpark-Projektgesellschaft hält innogy 51 Prozent der Anteile, die kommunalen Partner EWV 29 und RURENERGIE 20 Prozent. Das Investitionsvolumen beträgt rund 62 Millionen Euro. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Windparkentwickler BMR aus Hückelhoven entwickelt und von der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH und der RWE Power unterstützt. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für das zweite Quartal 2017 geplant, der zweite Abschnitt soll im Herbst 2017 in Betrieb gehen.