Essen,
14
Mai
2019
|
07:01
Europe/Amsterdam

innogy bestätigt Ausblick für 2019

  • Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2019 wie erwartet
  • innogy gewinnt rund 130.000 Kunden in Deutschland

Die Geschäftsentwicklung von innogy liegt im Plan: Das Essener Unternehmen bestätigt den Ausblick für das Jahr 2019. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet innogy weiterhin ein bereinigtes EBIT von rund 2,3 Milliarden Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von rund 850 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2019 erreichte das bereinigte EBIT 964 Millionen Euro und lag damit wie prognostiziert deutlich unter Vorjahr. Das bereinigte Nettoergebnis sank auf 407 Millionen Euro. Wesentliche Gründe für den Ergebnisrückgang sind die Entwicklung des britischen Vertriebsgeschäfts sowie der Verkauf des tschechischen Gasnetzgeschäfts. Details der Geschäftsentwicklung entnehmen Sie bitte der Q1 2019 Mitteilung, abrufbar unter www.innogy.com/q1-2019-mitteilung.

Bernhard Günther, Finanzvorstand der innogy SE: „Trotz der besonderen Situation, in der wir uns mit der geplanten E.ON/RWE-Transaktion befinden, konzentrieren wir uns weiterhin auf unser operatives Geschäft. Das macht sich in den Zahlen bemerkbar: Im deutschen Vertriebsgeschäft sehen wir seit Anfang des Jahres einen Anstieg der Kundenzahlen – und das in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld. Noch spiegeln sich die Kundenzugewinne nicht im Ergebnis wider. Wir haben hiermit jedoch eine wichtige Grundlage für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres gelegt. Zum Ergebnisanstieg bei den Erneuerbaren Energien tragen neben einem höheren Marktpreisniveau neue Anlagen bei, die wir 2018 in Betrieb genommen haben. Auch die Witterungsbedingungen sind etwas besser als im Vorjahr. Im Unternehmensbereich Netz & Infrastruktur mindert die Veräußerung des tschechischen Gasnetzgeschäfts wie erwartet das Ergebnis. Alles in allem entspricht die Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten damit unseren Erwartungen. Den Ausblick für 2019 bestätigen wir.“

innogy verzeichnet im ersten Quartal 2019 eine positive Entwicklung ihrer Kundenbasis, vor allem im Kernmarkt Deutschland: Hier gelang es innogy, in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres in einem wettbewerbsintensiven Umfeld rund 130.000 Kunden neu hinzu zu gewinnen. In Osteuropa sowie in den Niederlanden und Belgien waren die Kundenzahlen stabil. Im britischen Vertriebsgeschäft hingegen schlägt sich die anhaltend schwierige Marktsituation auch in einem Rückgang der Kundenzahlen nieder.

Im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien entwickelt das Unternehmen zunehmend Solarprojekte ohne staatliche Förderung: In Spanien und Kanada setzt innogy derzeit drei Solarprojekte mit einer Gesamtkapazität von über 100 Megawatt um und hat jüngst die finale Investitionsentscheidung für seine ersten beiden Solarprojekte in den USA getroffen. Inbetriebnahme aller Projekte ist für 2019 geplant. Darüber hinaus hat innogy im April seinen ersten Windpark in Irland offiziell eröffnet.

Investitionen leicht unter Vorjahr
In den ersten drei Monaten 2019 investierte innogy 328 Millionen Euro und damit 43 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien waren höhere Investitionen zu verzeichnen. Der Anstieg geht im Wesentlichen auf Investitionen für den Offshore-Windpark Triton Knoll in Großbritannien, für Onshore-Windparks in den USA und Großbritannien sowie das australische Solarkraftwerk Limondale zurück. Geringere Bautätigkeit im Segment Netz & Infrastruktur Deutschland im ersten Quartal führte zu einem Rückgang der Investitionen. Durch die Veräußerung des tschechischen Gasnetzgeschäfts erzielte innogy gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Verkaufserlöse.

Für das Geschäftsjahr 2019 insgesamt geht das Unternehmen von deutlich höheren Nettoinvestitionen als im Vorjahr aus. Dies beinhaltet nicht den Erlös aus dem Verkauf des tschechischen Gasnetzgeschäfts.

Nettoschulden bei rund 18,9 Milliarden Euro
Die Nettoschulden von innogy lagen zum 31. März 2019 bei rund 18,9 Milliarden Euro und sind damit gegenüber dem 31. Dezember 2018 um rund 1,9 Milliarden Euro gestiegen. Grund hierfür sind insbesondere höhere Leasingverbindlichkeiten durch Erstanwendung einer Rechnungslegungsvorschrift (IFRS 16), was zu einem Anstieg der Nettofinanzschulden führte.

Anzahl der Mitarbeiter gesunken
Zum 31. März 2019 beschäftigte innogy 40.882 Mitarbeiter. Bei der Ermittlung dieser Zahl wurden Teilzeitstellen anteilig berücksichtigt. Gegenüber dem 31. Dezember 2018 ist die Anzahl der Mitarbeiter damit um 2.022 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf des tschechischen Gasnetzgeschäfts zurückzuführen.

innogy bestätigt den Ausblick für 2019 auf Konzernebene und für die Unternehmensbereiche. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet innogy ein bereinigtes EBIT von rund 2,3 Milliarden Euro und damit deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus. Wesentliche Gründe für den Rückgang sind die Veräußerung des tschechischen Gasnetzgeschäfts im Februar 2019, das damit für den Rest des Jahres nicht mehr zum Ergebnis beiträgt, sowie die Einführung der Preisobergrenze für Standardtarife und höhere regulatorische Kosten im britischen Vertriebsgeschäft. Der Ausblick für das bereinigte Nettoergebnis liegt, analog zur Entwicklung des bereinigten EBIT, mit rund 850 Millionen Euro ebenfalls deutlich unter dem Wert des Vorjahres.

Für die Dividende strebt innogy weiterhin eine Ausschüttungsquote von 70 bis 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses an.