Essen,
14
Mai
2018
|
06:59
Europe/Amsterdam

Ausblick für 2018 bestätigt

· Bereinigtes Nettoergebnis von über 1,1 Milliarden Euro prognostiziert

· Operative Ertragslage im ersten Quartal 2018 wie erwartet

· innogy erfolgreich in deutscher Offshore-Wind-Auktion

Die Geschäftsentwicklung der innogy SE liegt voll im Plan: Das Essener Unternehmen bekräftigt den Ausblick für das Jahr 2018 auf Konzernebene. Für 2018 erwartet innogy weiterhin ein bereinigtes EBIT von rund 2,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von über 1,1 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2018 belief sich das bereinigte EBIT auf 1,2 Milliarden Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahresniveau, hauptsächlich wegen der Entwicklung des Vertriebsgeschäfts. Ein deutlicher Ergebnisanstieg ist im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien zu verzeichnen, das Netzgeschäft entwickelte sich ebenfalls positiv. Das bereinigte Nettoergebnis war mit 0,6 Milliarden Euro um 11 Prozent rückläufig. Grund hierfür ist neben dem geringeren bereinigten EBIT vor allem ein im Jahresvergleich schwächeres Finanzergebnis. Details der Geschäftsentwicklung in den einzelnen Unternehmensbereichen entnehmen Sie bitte der Q1 2018 Mitteilung, S.5 ff., abrufbar unter www.innogy.com/Q1-2018-mitteilung.

Die innogy SE hat ihr Geschäft darauf ausgerichtet, die Gestaltung einer nachhaltigen, stärker

dezentralen und digitalisierten Energielandschaft voranzutreiben und ist mit ihren drei Unternehmensbereichen Erneuerbare Energien, Netz & Infrastruktur und Vertrieb dafür bestens aufgestellt. In diesem und in den nächsten beiden Jahren plant innogy Nettoinvestitionen von insgesamt rund 7 bis 7,5 Milliarden Euro, d.h. Investitionen abzüglich der Erlöse aus Anteilsverkäufen; der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Kerngeschäft der drei Unternehmensbereiche. Zudem investiert innogy in die Wachstumsfelder Solar, Breitband und Elektromobilität.

In den ersten Monaten des Jahres 2018 hat die innogy SE ihre Strategie für werthaltiges Wachstum weiter konsequent umgesetzt und ihr operatives Geschäft weiter gestärkt. Dazu zählt, dass das Unternehmen in der jüngsten deutschen Offshore-Windauktion mit dem Projekt Kaskasi erfolgreich war und die Rechte zugesprochen bekam, den Windpark mit einer geplanten Erzeugungskapazität von 325 Megawatt in der deutschen Nordsee zu bauen und zu betreiben, einschließlich einer zwanzigjährigen, garantierten EEG-Einspeisevergütung. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der jüngsten britischen Auktionsrunde mit dem Offshore-Windprojekt Triton Knoll konnte innogy damit erneut ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem anspruchsvollen Markt unter Beweis stellen. Darüber hinaus hat innogy mit dem Erwerb von Projektrechten für zwei Freiflächen-Solarkraftwerke mit einer Kapazität von insgesamt über 460 Megawatt den Einstieg in den australischen Markt für erneuerbare Energieerzeugung verkündet. Im Bereich Elektromobilität hat innogy ihre Marktposition weiter ausgebaut und mit Deutsche Post DHL Group die Zusammenarbeit für maßgeschneiderte, europaweite Ladelösungen in Deutschland und neun weiteren europäischen Ländern vereinbart.

Am 10. Mai 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat der innogy SE ihre gemeinsame Begründete Stellungnahme gemäß § 27 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der E.ON Verwaltungs SE vom 27. April 2018 veröffentlicht (siehe Pressemitteilung vom 10. Mai 2018, abrufbar unter news.innogy.com/begruendete-stellungnahme).

Investitionen um rund 43 Prozent gestiegen

Im ersten Quartal 2018 investierte innogy in Sachanlagen und immaterielle Vermögensanlagen sowie in Finanzanlagen 463 Millionen Euro und damit rund 43 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Abzüglich Verkaufserlösen, die sich auf Vorjahresniveau bewegen, stiegen die Investitionen netto um rund 53 Prozent auf 329 Millionen Euro. Weitere Details hierzu finden Sie in der Q1 2018 Mitteilung auf S. 4.

Nettoschulden bei rund 17,3 Milliarden Euro

Die Nettoschulden von innogy lagen zum 31. März 2018 bei rund 17,3 Milliarden Euro und sind gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 1,7 Milliarden Euro gestiegen. Der Anstieg der Nettoschulden ist im Wesentlichen auf den saisonbedingt regelmäßig negativen Free Cash Flow im ersten Quartal zurückzuführen: Während der Strom- und Gasabsatz und damit die Beschaffungskosten zu Beginn des Jahres witterungsbedingt überdurchschnittlich hoch sind, verteilen sich die Zahlungen der Kunden gleichmäßig über das Jahr. Des Weiteren erhöhten sich die Pensionsrückstellungen, vor allem bedingt durch den Rückgang der Zinssätze in Deutschland.

Zum 1. Januar 2018 hat innogy ihre Berichtsstruktur leicht angepasst. Die Aktivitäten im Bereich Elektromobilität werden nun außerhalb des Unternehmensbereichs Vertrieb unter der Position „Corporate/Neue Geschäftsfelder“ (vormals „Corporate/Sonstige“) ausgewiesen. Der Ausblick für den Unternehmensbereich Vertrieb liegt nach dieser Umgliederung jetzt bei rund 750 Millionen Euro (vorher rund 700 Millionen Euro). Die aktuelle Prognose für den Bereich Elektromobilität beläuft sich aufrund -50 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2018.

Basis für die Dividende ist das bereinigte Nettoergebnis, von dem innogy unverändert 70 bis 80 Prozent ausschütten will.