Essen,
17
Juni
2019
|
08:07
Europe/Amsterdam

Erfolgreiche Partnerschaft wird fortgesetzt

  • Weiter Grubengas für Siedlung Teutoburgia

Was ist die passende Energieversorgung für eine der schönsten Zechen-Siedlungen in Nordrhein-Westfalen? Die Herner Siedlung Teutoburgia wird auch in den kommenden Jahren mit Grubengas versorgt. Dies regelt eine Vertragsanpassung zwischen Vonovia, der Eigentümerin der Siedlung, und innogy SE. Seit fast 30 Jahren versorgt der Energiedienstleister die Siedlung mit Wärme und wird auch in Zukunft in die Modernisierung der Anlagentechnik investieren. Der bestehende Vertrag wird vorzeitig verlängert und hat nun eine Laufzeit bis Ende 2031.

„Für uns war es wichtig, für unsere Mieter in Teutoburgia auch weiterhin eine langfristige Energieversorgung zu sichern, die der Bergbautradition der Siedlung entspricht“, erläutert Carsten Küster, Regionalleiter von Vonovia. „Mit der Erneuerung der Anlage tragen wir außerdem dem ökologischen Aspekt Rechnung.“

Auch Ernst Balik, Sprecher der Bürgerinitiative Teutoburgia, befürwortet den neuen Vertrag: „Das Methangas ist vorhandene Energie, die genutzt werden kann. Das ist sinnvoller als Öl oder Kohle zum Heizen zu nutzen.“

„Wohnungsunternehmen wie Vonovia übernehmen eine hohe Verantwortung, stehen aber auch im Wettbewerb. Wir stellen uns diesen Herausforderungen mit Effizienzlösungen, die gleichzeitig die sozialen und wirtschaftlichen Ziele unserer Kunden unterstützen“, betont Stephan Schmidt, innogy Kundenmanager Wärme/Wohnungswirtschaft.

Deshalb sollen in der Heizzentrale die beiden vorhandenen Gaskessel inklusive Brenner durch neue, optimierte Modelle ersetzt werden. Auch Fernwärmenetz und Hausübergabestationen werden – wo nötig – für zukünftige Herausforderungen fit gemacht. Dafür investiert innogy einen größeren sechsstelligen Euro-Betrag.

Seit 1991 wird das Grubengas des ehemaligen Schachts Teutoburgia, der bereits in den 1920er Jahren stillgelegt wurde, für die Wärmeversorgung der gesamten Siedlung genutzt. Die Wärmeversorgung erfolgt aus dem Heizwerk Kohlenstraße in Herne mit Hilfe zweier Gaskesselanlagen sowie einem Grubengas-Blockheizkraftwerk.

Hintergrund Siedlung Teutoburgia

Die Siedlung Teutoburgia im Herner Stadtteil Börnig entstand von 1909 bis 1923 für die Arbeiter und Beamten der Zeche Teutoburgia. Zeitgleich mit dem Abteufen der Schächte der Zeche wurde mit dem Bau begonnen. Insgesamt entstanden bis 1923 in mehreren Bauabschnitten 136 Gebäude mit 460 Wohnungen. Die Gestaltung der Siedlung folgte der Idee der „Gartenstadt“. Während des Zweiten Weltkrieges wurden nur wenige Gebäude der Siedlung zerstört. Diese wenigen wurden durch Neubauten, die dem historischen Bestand angepasst sind, ersetzt. Die Siedlung steht heute unter Denkmalschutz und gilt als herausragendes Beispiel der Arbeitersiedlungskultur im Ruhrgebiet.