Essen,
22
Mai
2018
|
10:48
Europe/Amsterdam

Energiesparpotentiale systematisch identifizieren

Thomas Opitz (innogy), Linda Mengende, Matthias Schäfer und Jan Wilmsmeyer (alle Brüder Schlau) sowie Ulrich von den Benken (innogy) freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung (v.l.n.r.).

  • innogy SE unterstützte Unternehmensgruppe Brüder Schlau bei Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems

  • Weiteres gemeinsames Pilotprojekt zum Energiemonitoring gestartet

     

innogy SE hat die Unternehmensgruppe Brüder Schlau tatkräftig dabei unterstützt, ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) einzuführen. Im Anschluss an die Zertifizierung des Systems vereinbarten die beiden Unternehmen, ihre Energiepartnerschaft fortzuführen.

Seit der Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes 2015 sind größere Unternehmen gehalten, entweder regelmäßige Energieaudits durch- oder ein zertifiziertes EnMS einzuführen. Die mit ihren Marken „Hammer“, „Hometrend“ sowie „Schlau“ im Markt für Heimtextilien und Bodenbeläge bundesweit präsente Unternehmensgruppe Brüder Schlau versteht diese Gesetzesvorgabe als Chance, sich energieeffizienter aufzustellen und fit zu machen für die Energiewende. Der Handelskonzern beschäftigt als Partner des Groß- und Einzelhandels rund 7.000 Mitarbeiter an 300 Standorten. Zur Implementierung eines nach DIN EN ISO 50001 zertifizierten EnMS hat die Gruppe das innogy-Team „Individualberatung“ aus dem Bereich B2B Energy Services mit ins Boot geholt.

Inzwischen konnte die Mitte November 2017 gestartete Systemeinführung erfolgreich abgeschlossen werden, Anfang März 2018 erfolgte die Zertifizierung. Der Energiemanagementbeauftragte der Unternehmensgruppe Brüder Schlau, Matthias Schäfer, skizziert die Ziele des Projekts: „Die Geschäftsführung hat sich für ein EnMS entschieden, weil sie davon überzeugt ist, über alle Standorte deutliche Energieeinsparpotenziale zu identifizieren und Energieverbräuche zu optimieren.“ Zugleich unterstreicht Schäfer die gute Zusammenarbeit mit innogy: „Die Zuarbeit hat reibungslos funktioniert. Dafür spricht die sehr kurze Implementierungszeit von drei Monaten.“ Ein Kompliment, das Energieeffizienzauditor Thomas Opitz gerne zurückgibt: „Die Einführung eines EnMS in einem Unternehmen mit 300 Standorten ist auch für uns als Spezialist auf diesem Gebiet eine außergewöhnliche Herausforderung“ betont der innogy-Fachmann und ergänzt: „Ohne die kompetente Unterstützung des Energieteams der Unternehmensgruppe Brüder Schlau wäre das in so kurzer Zeit nicht zu stemmen gewesen.“

Geprüft, für gut befunden und zertifiziert wurde das implementierte System vom TÜV Rheinland. Ein Blick auf die mit der DIN EN ISO 50001 verbundenen Anforderungen zeigt, dass dazu ein erhebliches Maß an Vorarbeiten geleistet werden musste. Hierzu zählen die Formulierung von strategischen und operativen Energiezielen und die Abfassung eines Energiemanagement-Handbuchs ebenso wie die Schulung aller Mitarbeiter mit hohem Einfluss auf die Energieeffizienz sowie die Durchführung eines Management-Reviews. Darüber hinaus gelang es, sämtliche Energieverbräuche zu erfassen, in einer Energielandkarte übersichtlich darzustellen und standortscharf zu analysieren. Dabei wurden wesentliche Verbraucher detailliert herausgearbeitet und erste Optimierungsmaßnahmen eingeleitet.

Das EnMS ist ein weiterer Baustein der umfangreichen Zusammenarbeit zwischen innogy und der Unternehmensgruppe Brüder Schlau. Ulrich von den Benken, Leiter „Multi-Sites / Große Geschäftskunden“ bei innogy, hat bereits das nächste gemeinsame Projekt vor Augen: „Mitte Mai sind wir damit gestartet, ausgewählte Standorte der Hammer-Fachmärkte mit intelligenten, fernauslesbaren Stromzählern und unserem Energiemonitoring-System bit.B auszustatten.“ Verläuft der Pilot erfolgreich, soll das Monitoring-System unternehmensweit ausgerollt werden. Insgesamt wird so eine digitalisierte Plattform geschaffen, mit der sämtliche Energieströme der Schlau-Gruppe kontinuierlich erfasst, transparent dargestellt und lösungsorientiert analysiert werden können. Dies wiederum ist die Basis dafür, weitere effizienzsteigernde Optimierungsschritte zu identifizieren und umzusetzen.