Essen,
29
April
2017
|
10:38
Europe/Amsterdam

Die Welt steckt voller Energie

Pioniere bei innogy machen die Energieversorgung klimafreundlicher

Die Energie, die unsere Welt antreibt, wird künftig vor allem aus erneuerbaren Quellen stammen. Mit 3,7 Gigawatt (GW) Erzeugungskapazität auf Basis erneuerbare Energien produziert innogy bereits heute emissionsfrei Strom, um rund drei Millionen Haushalte in Europa beliefern zu können. Und es soll noch deutlich mehr werden. Bei innogy arbeiten mehr als 1.000 Menschen im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien Tag für Tag mit Leidenschaft, Engagement und Kreativität, um gemeinsam den Ausbau der grünen Energieerzeugung voranzutreiben.

Anlässlich des „Tags der Erneuerbaren Energien” stellen wir Ihnen einige innogy-Pioniere vor.

Wir machen die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien effizienter, ertragreicher und umweltfreundlicher.

Wie können wir Windkraftanlagen effizienter betreiben und bei der Entwicklung von Offshore-Windparks neue Wege gehen? Wie können Fische, die in der Nähe von Wasserkraftanlagen leben, geschützt werden, und welche Perspektiven ergeben sich für die Sonnenenergie von morgen? Diesen Fragen gehen unsere Experten aus dem innogy Forschungs- und Entwicklungsteam nach. Mit den Ergebnissen helfen sie, Kosten für Erneuerbare Energien zu senken, einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen und den Einklang mit Mensch und Natur zu fördern.
Claus LinnemannClaus Linnemann ist Spezialist für neue Technologien zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Eines seiner Projekte befasst sich mit der Weiterentwicklung einer innovativen Solarfolie, die zurzeit an der innogy-Biogasanlage in Bergheim-Paffendorf im Praxistest ist. „Wenn ich durch die Stadt gehe, sehe ich vor meinem inneren Auge überall kleine Solarkraftwerke. Denn mit dem hauchdünnen HeliaFilm können neben Dächern künftig auch Fassaden, Fenster und Fahrzeugdächer Strom produzieren.

 

Bei innogy arbeiten viele Pioniere im Windbereich, ohne die sich kein einziges Rotorblatt drehen würde.

Boris OssadnikEiner davon ist Boris Ossadnik, der seit 16 Jahren für den Bau von Windparks verantwortlich ist. Allein im Rheinischen Revier hat Ossadnik in Jüchen, Titz und Bedburg schon 33 Anlagen für innogy in Betrieb genommen. Momentan betreut er den Bau des indeland Windparks Eschweiler. Zusammen mit kommunalen Partnern errichtet innogy dort 13 Anlagen auf einer Rekultivierungsfläche des Tagebaus Inden.

Das bedeutet viel Arbeit für den Ingenieur: Verhandlungen und Koordination mit internen und externen Beteiligten für einen reibungslosen Arbeitsablauf auf der Baustelle gehören zu seinen Hauptaufgaben. Daneben ist er mit seinem Projektteam dafür verantwortlich, dass Arbeitssicherheits- und Umweltschutzvorschriften, Genehmigungsauflagen, vertragliche Verpflichtungen, Budget, Zeitplan und Qualitätsanforderungen eingehalten werden. „Ziel ist es im aktuellen Projekt Eschweiler, dass die 13 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 41,6 Megawatt im Herbst 2017 zuverlässig und sicher grünen Strom liefern“, erklärt Ossadnik. Der erste Schritt ist geschafft. In dieser Woche hat die erste Anlage in Eschweiler erstmals ins Netz eingespeist.

Sobald die Windenergieanlagen errichtet und in Betrieb genommen wurden, übernimmt bei innogy das 14-köpfige Betriebsführung-steam. Dazu gehört auch Christian Schirmer. „An Monitoren in unseren Kontrollräumen in Deutschland verfolgen und analysieren wir 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche den Betrieb unserer gesamten deutschen Flotte von knapp 350 Onshore-Windenergieanlagen, unter anderem aber auch für die Windenergieanlagen unserer Vertragspartner, die unser Knowhow in der Betriebsführung in Anspruch nehmen. Hier kann ich genau sehen, welche Anlagen wie viel grünen Strom erzeugen, aber auch ob es technische Probleme gibt. Zur Not kann ich die Anlagen aus der Ferne direkt außer Betrieb nehmen und Techniker zur Überprüfung an den betroffenen Standort schicken.“ Damit kennt sich der Ingenieur gut aus, denn er kümmert sich mit seinen Kollegen auch vor Ort um die technische Betriebsführung der innogy-Windparks, sowie um die Anlagen unserer Vertragspartner an Land. Dazu gehören, wenn alles nach Plan verläuft, ab Herbst auch die 13 Windenergieanlagen in Eschweiler.

 

Einer weiterer Pionier im Windbereich ist Ilja Rakoniewski. Sein Arbeitsplatz ist der innogy Offshore-Windpark Nordsee Ost (295 Megawatt) vor Helgoland. Immer zwei Wochen am Stück lebt er auf Deutschlands einziger Hochseeinsel und fährt von dort mit dem Boot zu den insgesamt 48 Windkraftanlagen und dem Umspannwerk auf hoher See. Als Offshore-Servicetechniker muss er verschiedene Anlagenteile inspizieren und instand halten.

Auch an diesem Wochenende wird er gemeinsam mit seinen Kollegen auf Helgoland Schicht schieben und dafür sorgen, dass der Windpark Nordsee Ost – der rechnerisch immerhin rund 320.000 Haushalte jährlich mit klimafreundlicher Energie versorgen kann – reibungslos läuft. Der gelernte Elektroniker hat vorher im konventionellen Kraftwerksbereich gearbeitet. „Jeder, der von Helgoland aus für die Windparks auf hoher See arbeitet, hat Mut zur Veränderung bewiesen. Und so war es auch bei mir, ich suchte eine neue Herausforderung und bin sehr glücklich gemeinsam mit meinen Kollegen die Energiewende voranzutreiben.“

 

Auch bei der Wasserkraft sind viele innogy-Pioniere unterwegs.

Eine ganz besondere Aufgabe übernimmt Till Schneider. Er kümmert sich um den Populationsschutz der Fische: „Seit über einhundert Jahren erzeugen wir mit der Energie des Wassers zuverlässig Strom – wirtschaftlich und CO2-frei. Beim Bau und Betrieb von Wasserkraftwerken lassen sich Eingriffe in die Umwelt nicht vermeiden. Wir wollen diese Auswirkungen so gering wie möglich halten, z.B. durch den Bau von Fischwanderhilfen. Um den Schutz des Lebensraums Wasser stetig zu verbessern, beteiligen Till Schneider und seine Kollegen sich an Forschungsprojekten und Studien.

Ein prominentes Projekt ist die Aalschutz-Initiative in Rheinland-Pfalz, eine Kooperation des Landesamtes für Umwelt sowie der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord und innogy . „Seit 20 Jahren werden Aale aus Mosel und Saar gefischt, um sie zu schützen. Dadurch werden Fischschäden durch die Wasserkraft minimiert und der Aalbestand gestärkt. Eine der Maßnahmen besteht darin, Aale in Mosel und Saar vor Wasserkraftwerken gezielt mit Reusen abzufischen, um sie anschließend zum Rhein zu transportieren. Von dort können sie ihren Weg zum Laichgebiet in die Sargassosee fortsetzen, ohne weitere Wasserkraftanlagen passieren zu müssen. Jedes Jahr werden auf diese Weise bis zu 15.000 Aale schadlos in den Rhein umgesetzt.“, ergänzt Schneider.

Projekte in anderen regenerativen Erzeugungsarten wie Solarenergie, Biomasse und Biogas runden unser Engagement für eine klimafreundliche Stromversorgung ab. Erfahren Sie mehr auf www.innogy.com

 

Über den „Tag der Erneuerbaren Energien“
Der „Tag der Erneuerbaren Energien“ ist ein bundesweiter Aktionstag der jährlich Ende April an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vom 26. April 1986 erinnert. Dieser Tag wurde im Jahr 1996 von der Stadt Oederan (Sachsen) ins Leben gerufen. Deutschlandweit zeigen Anlagenbetreiber, Bürgerinitiativen und Unternehmen, wie die Energieversorgung durch die Erneuerbaren umweltschonend funktioniert.

 

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