Ralingen,
31
Oktober
2019
|
13:45
Europe/Amsterdam

Breitbandausbau im Landkreis Trier-Saarburg schreitet mit großen Schritten voran

Vertreter von Kreis, Gemeinden und innogy freuten sich gemeinsam über den Startschuss für das schnelle Internet in der Gemeinde Ralingen.

  • Tiefbauarbeiten für schnelles Internet im Plan
  • Bereits die Hälfte der Leerrohre für Glasfaserkabel sind verlegt
  • Inbetriebnahme aller Gemeinden bis spätestens Mitte 2020 vorgesehen

Gleichzeitig im Internet surfen, einen Film streamen und telefonieren? Dies war in vielen Gemeinden im Landkreis Trier-Saarburg bislang nicht oder kaum möglich. Deswegen erfolgte Mitte August 2018 der Spatenstich zum gemeinsamen Ausbau eines Hochgeschwindigkeits-Internetnetzes durch den Landkreis Trier-Saarburg und den Netzbetreiber innogy TelNet GmbH in Vierherrenborn. Jetzt kamen Vertreter des Landkreises, der Verbandsgemeinde, weitere Lokalpolitiker und von innogy zusammen, um sich zur Halbzeit persönlich ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten im Rahmen des flächendeckend geförderten NGA-Breitbandausbaus („Next Generation Access“) zu machen.

„Der flächendeckende Breitbandausbau ist eine nachhaltige und wichtige Investition in die zukunftsfähige digitale Infrastruktur im gesamten Kreisgebiet. Eine zeitgemäße Breitbandversorgung ist heutzutage unverzichtbar für die weitere Entwicklung der Kommunen und ein wichtiger Standortfaktor. Für die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität unserer Region ist dies ein entscheidender Vorteil“, erklärte Günther Schartz, Landrat des Landkreises Trier-Saarburg, beim Presse- und Fototermin und freute sich außerdem, dass der Zeitplan beim Ausbau bislang erfolgreich eingehalten werden konnte.

Im Rahmen des Ausbauprojekts konnten in den letzten ca. vierzehn Monaten die Bauarbeiten bereits mit Hochdruck im gesamten Kreisgebiet vorangetrieben werden. Bislang wurde auf einer Trassenlänge von über 250 Kilometern neue Infrastruktur für Glasfaserkabel errichtet. Somit konnten die Tiefbauarbeiten des Infrastrukturprojektes etwa zur Hälfte erfolgreich abgeschlossen werden. Der Schwerpunkt der Bauarbeiten lag in den ersten Monaten in zahlreichen Gemeinden. Hier konnten die verlegten Leerohranlagen größtenteils auch schon mit Glasfasertechnik bestückt und entsprechende Inbetriebnahmen der Technik vorgenommen werden, so auch zum Beispiel in der Ortsgemeinde Ralingen.

Dort fand daher nicht zufällig der heutige Presse- und Fototermin im örtlichen Gemeindehaus statt, wo die Gruppe das gerade fertig gestellte schnelle Netz der Ortsgemeinde symbolisch in Betrieb nehmen konnte. „Es freut uns besonders, dass ab sofort schnelle Internetanbindungen für alle Privat- und Gewerbekunden in Ralingen zur Verfügung stehen und dass damit alle Voraussetzungen für eine leistungsstarke und zukunftssichere Versorgung in unserem ländlichen Raum gewährleistet ist“, hob Alfred Wirtz, Ortsbürgermeister der Gemeinde Ralingen, hervor.

Insgesamt sollen im Ausbauprojekt des Landkreises Trier-Saarburg bis Mitte 2020 rund 520 Kilometer neue Verbundleerohre in den Ortschaften verlegt werden. Ziel ist es, dass rund 11.500 unterversorgte Adressen, darunter ca. 500 Gewerbetreibende und 53 Schulstandorte von deutlich höheren Bandbreiten profitieren und Zugang zur Internet-Autobahn erhalten. Dadurch werden alle Gemeinden im Projektgebiet mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde an das Internet angebunden, etwa 98 Prozent der Haushalte werden sogar mit 100 Megabit oder mehr versorgt. Darüber hinaus erhalten rund ein Viertel aller Ausbauadressen einen Glasfaserhausanschluss, der noch höhere Bandbreiten ermöglicht. Für viele Gewerbetreibende und Schulen werden dadurch sogar Gigabitverbindungen zur Verfügung stehen.

„Der Ausbau erfolgt mit regionalen Tiefbau-Unternehmen, so dass die Wirtschaftskraft vor Ort gestärkt wird. Damit die Bürger im Landkreis möglichst schnell vom neuen Internet profitieren können, erfolgt der Ausbau in vielen Gemeinden gleichzeitig“, erklärt Projektleiter Fabian Stüber vom Verteilnetzbetreiber Westnetz, der als Teil von innogy für den Netzausbau zuständig ist.

Die Gesamtinvestitionen im Landkreis Trier-Saarburg betragen dabei insgesamt rund 33 Millionen Euro. Aus Sicht der Unternehmen war es in der Vergangenheit häufig nicht wirtschaftlich, kleinere Orte mit schnellem Internet zu versorgen, weiß Landrat Günther Schartz. Diese Wirtschaftlichkeitslücke hat der Landkreis gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen durch den flächendeckend geförderten Breitbandausbau geschlossen. Der flächendeckende Breitbandausbau im Landkreis Trier-Saarburg wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie das Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz. Der Kreis beteiligt sich gemeinsam mit den Verbandsgemeinden mit einem Betrag von rund 1 Million Euro an dem Ausbau. Kreis und Verbandsgemeinden teilen sich diese Eigenbeteiligung. Darüber hinaus ist eine Erweiterung des Förderung um zusätzliche 4,6 Millionen Euro bereits in Vorbereitung. So soll bei 1146 Adressen das Glasfasernetz nicht nur bis zum Kabelverzweiger reichen, sondern bis in die Gebäude selber. Damit erhöht sich die Quote der superschnellen Glasfaseranschlüsse im Projekt.

Während die Tiefbauarbeiten in die nächsten Orte weiterzieht, stehen nach und nach die Inbetriebnahmen des schnellen Internets in den Kommunen des Kreisgebietes an. Bereits in den vergangenen Monaten hat innogy vor der Inbetriebnahme der neuen Technik Informationsveranstaltungen angeboten, um möglichst viele Bürger über die neuen Angebote zu informieren. Auch weiterhin werden in vielen Orten in den nächsten Wochen Informationsabende vor Ort stattfinden, zu denen Anwohner und Gewerbebetreibende rechtzeitig über die Presse bzw. per Hauspostwurfsendung eingeladen werden.

Telefonisch gibt es zudem unter der kostenlosen Rufnummer 0800 99 000 66 Auskunft über die Angebote. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.innogy-highspeed.de.