Essen,
06
Dezember
2016

BMWi gibt grünes Licht für innogy: Energiewendeprojekt “Designetz“ startet am 1. Januar

46 Partner arbeiten in drei Bundesländern an der Blaupause für die Energiewende

Jetzt ist es amtlich: Das Energiewendeprojekt „Designetz“ geht am 1. Januar 2017 an den Start. Das ambitionierte Ziel der 46 Projektpartner unter Konsortialführung von innogy ist es, die »Blaupause« für die Energiewende zu entwickeln. Rund 30 Mio. Euro Fördermittel steuert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei. Der Förderantrag des Konsortialführers wurde heute vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übergeben. Insgesamt beläuft sich das Projektvolumen auf rund 66 Mio. Euro.

Designetz „vernetzt“ 46 Partner und drei Bundesländer

„Designetz“ adressiert zentrale Voraussetzungen für das Funktionieren der Energiewende: Die intelligente Vernetzung von vielen dezentralen Energieerzeugern und -verbrauchern vom ländlichen bis hin zum urbanen Raum und hochindustrialisierten Ballungszentren. Ziel ist die Integration der fluktuierenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien in das Gesamtsystem unter Einsatz intelligenter Netze, innovativer Speicher und sog. abschaltbarer Lasten, ohne Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Folgerichtig sind im Konsortium Unternehmen aus Industrie, Stadtwerke sowie Institutionen aus Wissenschaft und Forschung vertreten. „Designetz“ wird zudem in gleich drei Bundesländern umgesetzt, namentlich in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Sie bieten nicht nur die unterschiedlichen Gegebenheiten und Strukturen von Regionen mit hohen Überschüssen an erneuerbarer Energieerzeugung bis hin zu ausgewiesenen Lastzentren. Hier leben mit über 22 Mio. Einwohnern auch mehr als ein Viertel der Bevölkerung Deutschlands.

Erfolgreiche deutsche Energiewende als Treiber für weltweiten Klimaschutz im Visier

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender von innogy, sagt zum positiven Förderbescheid: „Wir sind bereit! Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir die Blaupause für das Gelingen der Energiewende entwickeln. Mit „Designetz“ wollen wir zeigen, wie Energiewende funktioniert – smart, innovativ,

versorgungssicher, bürgernah und kosteneffizient. Wir wollen ein Beispiel schaffen für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland und darüber hinaus – ganz im Sinne des internationalen Klimaschutzes.“

Projekt kann auf außerordentlich breites Know-How zurückgreifen

Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur bei innogy, freut sich nach monatelangen Vorarbeiten auf die praktische Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligten: „Gemeinsam mit unseren 45 Partnern bringen wir technisches Know-How und Energiewende-Expertise zusammen, die in Deutschland ihres Gleichen suchen. Genauso wichtig wie die richtigen technischen Innovationen ist uns zudem die breite Akzeptanz der Menschen für den tiefgreifenden Umbau des Energiesystems. Auch daran will „Designetz“ mitarbeiten durch den Aufbau von Demonstrationsanlagen und begleitende Aktivitäten. „Designetz-Lösungen“ sollen den Nutzen der Energiewende für Regionen aufzeigen.“

Aus Einzellösungen wird ein Gesamtsystem – Verteilnetz kommt entscheidende Rolle zu

„Designetz“ will Musterlösungen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung bei hohen Anteilen fluktuierender Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie entwickeln und demonstrieren. Dabei fasst „Designetz“ Einzellösungen zu einem Gesamtsystem zusammen. Es soll belegt werden, wie intelligente Netze mit einer Einspeisung von zeitweise 100 % aus erneuerbaren Energien auch künftig eine sichere und effiziente Energieversorgung gewährleisten und welche Konzepte sowie Technologien hierfür eingesetzt werden können. Lokale Lösungen sollen intelligent vernetzt werden, um auch regionalen und überregionalen Ansprüchen an die Energieversorgung gerecht zu werden. Schon aus Akzeptanzgründen und aus dem lokalen Nutzenaspekt wird dabei so viel Energie wie möglich und sinnvoll vor Ort erzeugt und verbraucht. Energie wird dann transportiert, wenn andernorts Bedarf besteht und dieser nicht durch lokale Erzeugung gedeckt werden kann. „Designetz“ verbindet somit die ländliche Erzeugung mit dem städtischen Verbrauch. Innovative Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) und der smarte Einsatz der Verteilnetze spielen dabei eine herausragende Rolle.

Dr. Joachim Schneider, Bereichsvorstand Technik und Betrieb bei innogy, erläutert hierzu: „Mit „Designetz“ knüpfen wir an eine Reihe erfolgreicher, prämierter und ebenfalls vom BMWi geförderter Vorhaben an - von Ampacity bis Smart Country. Über 90 Prozent der Erneuerbare-Energien-Anlagen speisen ihre Erzeugung in das deutsche Verteilnetz. Damit hat sich diese Infrastruktur zum Rückgrat der Energiewende entwickelt.“

„Designetz“ ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ziel ist es, in großflächigen „Schaufensterregionen“ skalierbare Musterlösungen für eine umweltfreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien zu entwickeln und zu demonstrieren. Im Zentrum stehen dabei die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch sowie der Einsatz innovativer Netztechnologien und -betriebskonzepte. Die gefundenen Lösungen sollen als Modell für eine breite Umsetzung dienen.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die fünf Schaufenster mit insgesamt über 200 Mio. Euro. Zusammen mit den zusätzlichen Investitionen der Unternehmen werden über 500 Mio. Euro in die Digitalisierung des Energiesektors investiert. SINTEG ist damit ein wichtiger Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende. An den SINTEG-Schaufenstern sind über 200 Unternehmen und weitere Akteure, bspw. aus der Wissenschaft, beteiligt.

Kontakt
Sabine Jeschke
Head of Group Media Relations innogy SE
T+49(0)201/12-17441
/
F+49(0)201/12-15094
Wolfgang Schley
Pressesprecher Vertrieb, Netze & Infrastruktur
T+49201 12 20580
/
M+49172 2028943
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