Harsewinkel,
20
Oktober
2016
|
11:03
Europe/Amsterdam

Blockheizkraftwerk bei Windau in Harsewinkel nimmt Gestalt an

Gekonnt manövriert der Kranführer das Herzstück der neuen Anlage von einem Schwertransporter über das eigens geöffnete Dach der neuen Heizzentrale an seinen vorbereiteten Platz.

  • innogy plant und baut für Kunden neue Anlage zur Strom- und Wärmeversorgung
  • Das Herzstück, ein 6,6 Tonnen-Aggregat, schwebt am Kran ein

„Das passt prima “. Ein kurzer Kommentar von Thomas Nosthoff, Projektleiter bei innogy, der neuen Tochtergesellschaft der RWE. Er beobachtet gespannt, wie auf dem Gelände der Windau GmbH & Co. KG in Harsewinkel das rund 6,6 Tonnen schwere Aggregat des neuen Blockheizkraftwerkes (BHKW) am Haken eines Krans von einem Schwertransporter über das eigens geöffnete Dach der neuen Heizzentrale an seinen vorbereiteten Platz gesetzt wird.

Das Aggregat hat eine elektrische Leistung von 356 Kilowatt und eine thermische Leistung von 426 Kilowatt. Damit könnten ein Jahr lang rund 1.000 Haushalte mit Strom und rund 200 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Mit Betonung auf „könnten“, denn die neue Anlage arbeitet allein für den Hersteller von Fleisch-, Wurst- und Convenienceprodukten für den deutschen und internationalen Markt.

Das BHKW ergänzt in der hochmodernen Produktionsstätte des Unternehmens die bestehende Anlage zur Strom und Wärmeversorgung. „Zur Vermeidung von Umweltbelastungen und zum sparsamen Umgang mit Energie und wertvollen Rohstoffen ergreifen wir zahlreiche Maßnahmen“, erläutert Windau-Geschäftsführer Andreas Hilker. „Das BHKW ist ein weiterer Baustein in dieser Kette.“

 

innogy Kundenbetreuer Hans-Joachim Bössing hat Andreas Hilker zusammen mit seinem Kollegen Thomas Nosthoff (unten rechts) auch ein aus finanzieller Sicht maßgeschneidertes Angebot unterbreitet. „Wir haben ein Pachtmodell vereinbart, bei dem unser Kunde keine Investitionskosten tragen muss. Der Bau der Anlage erfolgt durch innogy. Wir kümmern uns ebenfalls um Instandhaltung und Wartung“, verdeutlicht Nosthoff.

Beide Partner setzen damit auch auf eine ökologisch sinnvolle Technologie. Mit dem neuen BHKW, dass voraussichtlich Ende des Jahres in Betrieb gehen soll, werden in der Gesamtanlage pro Jahr rund 1.000 Tonnen CO2 eingespart, was einer Reduktion von ca. 40 Prozent im Vergleich zur bisherigen Strom- und Wärmeerzeugung entspricht.