Bergheim,
08
Juni
2018
|
11:50
Europe/Amsterdam

Blick hinter die Kulissen:

Biogasanlage Paffendorf eine der Attraktionen bei der 2. Nacht der Technik Rhein-Erft

Zusammenfassung

> Führungen am 8. Juni zwischen 18.00 und 24.00 Uhr
> Umspannanlage in Erftstadt-Kierdorf und der Wasserturm Glessen der Westnetz ebenfalls geöffnet

Nachtschwärmer aufgepasst: Heute öffnet die Biogasanlage der innogy SE an der Walter-Gropius-Straße in Bergheim-Paffendorf zwischen 18.00 und 24.00 Uhr ihre Pforten für Besucher. Im Rahmen der zweiten Nacht der Technik im Rhein-Erft-Kreis können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen und erfahren wie zig Milliarden kleine Bakterien unter Abschluss von Licht und Sauerstoff nachwachsende Rohstoffe zersetzen und dabei Biogas entsteht.

Neben der innogy Biogasanlage in Bergheim-Paffendorf haben auch die Umspannanlage in Erftstadt-Kierdorf und der Wasserturm Glessen der Westnetz geöffnet. Alle drei Attraktionen erreichen Besucher mit dem Shuttlebus über das Drehkreuz Kerpen (Energie-Kompetenz-Zentrum Rhein-Erft-Kreis, Höhenweg 39, 50169 Kerpen-Horrem). Die Teilnahme an den Führungen durch die Biogasanlage ist nur für Personen ab 12 Jahren und mit einem gültigen Ticket möglich. Tickets erhalten Interessierte an den Abfahrtsorten der jeweiligen Shuttlebusse.

Das komplette Programmheft ist als Download verfügbar unter:
www.rhein-erft.nacht-der-technik.de

Über die zweite Nacht der Technik Rhein-Erft
Im Rahmen der zweiten Nach der Technik Rhein-Erft öffnen 23 Unternehmen, Fabriken, Labore und Betriebe und zeigen zwischen 18.00 und 24.00 Uhr, was Menschen in Technikberufen alles auf die Beine stellen. Auch für das Jahr 2018 haben sich die Kölner Bezirksverbände des VDI und VDE einiges einfallen lassen und unter der Schirmherrschaft von Michael Kreuzberg, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, ein ebenso beeindruckendes wie abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Mehr als 100 Führungen, Rundfahrten, Vorträge und Workshops erlauben einen exklusiven Blick in sonst abgeschirmte Bereiche und geben Nachtschwärmern die Gelegenheit, faszinierende Technik hautnah zu erleben.

Über die Biogasanlage Bergheim-Paffendorf
Die Biogasanlage verfügt über eine Feuerungswärmeleistung von 7,4 Megawatt. Das erzeugte Rohbiogas wird in der Anlage auf Erdgasqualität aufbereitet und als Biomethan in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist. Es steht somit für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in der Region zur Verfügung. Das Biomethan kann zur Wärmeversorgung von umgerechnet rund 3.300 Haushalten jährlich oder zur Produktion von CO2-neutralem Strom genutzt werden.
Für die Versorgung der Biogasanlage wird ein breitgefächerter Mix aus Rohstoffen der regionalen Landwirtschaft eingesetzt. Hierzu gehören die Nutzung von Ganzpflanzen-, Gras- und Maissilage sowie von Zuckerrüben, Luzerne, Grünroggen und landwirtschaftlichem Wirtschaftsdünger. Auch neue Energiepflanzen, wie Silphie und Wildblumen, werden in der Anlage erprobt. Insgesamt werden jährlich rund 55.000 Tonnen an nachwachsenden Rohstoffen und Wirtschaftsdünger zum Betrieb der Anlage benötigt.
Außerdem wird an der Anlage eine innovative Solar-Folie getestet. Dafür wurde die Folie auf zwei der insgesamt drei Fermenter aufgebracht. Ziel ist es, Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der organische Photovoltaik-Folie zu gewinnen. Die Folie ist im Vergleich zu herkömmlichen Photovoltaik-Modulen millimeter-dünn, leicht und flexibel. So werden ganz neue Anwendungsbereiche erschlossen.