Essen,
14
Februar
2018
|
10:04
Europe/Amsterdam

Ausbau des Solargeschäfts: innogy startet in Australien

Zusammenfassung

> Erwerb von Projektrechten für zwei Solarkraftwerke mit einer Kapazität von zusammen über 460 MW in New South Wales
> Gesamtes Investitionsvolumen von über 400 Millionen Euro – inklusive der Projektrechte
> Baustart noch in 2018 geplant
> Ein Jahr nach dem Erwerb von BELECTRIC setzt innogy konsequent weiter ihre strategischen Pläne um, ein werthaltiges Solargeschäft aufzubauen> innogy profitiert von der Erfahrung von BELECTRIC beim Bau und Betrieb von Freiflächen-Solarkraftwerken

Die innogy SE setzt konsequent ihre Wachstumsstrategie um: Ein Jahr nach dem erfolgreichen Erwerb des internationalen Solar- und Batteriespeicherspezialisten BELECTRIC kommt innogy beim Aufbau eines werthaltigen Solargeschäfts voran und erwirbt von Overland Sun Farming („Overland“), einem der führenden australischen Projektentwickler, zwei Freiflächen-Solarentwicklungsprojekte in Australien. Die Projekte „Limondale“ und „Hillston“ mit einer Kapazität von zusammen über 460 Megawatt (MW) sollen in New South Wales entstehen. Die entsprechenden Verträge haben die Parteien unterzeichnet. Die Übertragung der Projektgesellschaften soll im zweiten Quartal dieses Jahres erfolgen. Alle beteiligten Vertragsparteien haben vereinbart, Stillschweigen über die Bedingungen der Transaktion zu wahren, einschließlich des Kaufpreises.

Der Erwerb steht noch unter einzelnen Vorbehalten, darunter Vereinbarungen das Land und die Planungen betreffend. Zudem stehen noch eine Überprüfung bzw. Genehmigung durch zwei australische Regierungsstellen aus: Durch das Foreign Investment Review Board zum einen und durch den Federal Treasurer hinsichtlich der Kontrolle ausländischer Investitionen zum anderen. Es wird erwartet, dass die verschiedenen Bedingungen im zweiten Quartal 2018 erfüllt sind, so dass dann die gesamte Transaktion abgeschlossen werden kann.

 

Uwe Tigges, Vorstandsvorsitzender der innogy SE
„Mit dem Erwerb von zwei von Overlands australischen Entwicklungsprojekten vollzieht innogy den Eintritt in einen stark wachsenden Markt für erneuerbare Energien. Dies passt perfekt zu unserer Strategie, nachhaltiges Wachstum in Übereinstimmung mit den Finanzzielen von innogy zu liefern und dabei den größtmöglichen Wert für unser Unternehmen und unsere Aktionäre zu schaffen. Die Umsetzung der beiden PV-Projekte geschieht in Einklang mit unseren internen Renditevorgaben und finanziellen Mittel.“
Uwe Tigges, Vorstandsvorsitzender der innogy SE
Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien bei innogy SE
„Die Übernahme des internationalen Solar- und Batteriespeicherspezialisten BELECTRIC war der erste Schritt, um in Sachen PV-Technologie schnell und sicher Fuß zu fassen. Dank des bestehenden Netzwerks von BELECTRIC konnten wir unsere erste große Investition in Freiflächen-Solaranlagen tätigen und das nicht irgendwo, sondern in Australien – dem Kontinent mit der höchsten Sonneinstrahlung pro Quadratmeter. Australien ist eine hervorragende Ausgangsbasis für innogy, um ein werthaltiges Solargeschäft aufzubauen.“
Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien bei innogy SE

Beide Projekte befinden sich in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium: Es wird erwartet, dass alle Verfahren, Absprachen und Genehmigungen hinsichtlich Land, Planung und Netzanbindung sowie die detaillierte Anlagen- und Baupläne im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen sein werden.

„Limondale“, das erste Entwicklungsprojekt mit einer geplanten installierten Kapazität von 347 Megawatt Peak (MWp) wird in Balranald, New South Wales, errichtet. Nach gegenwärtiger Planung könnten die Bauarbeiten im zweiten Quartal dieses Jahres starten. Die Inbetriebnahme der Anlage wird schrittweise erfolgen. Die Aufnahme des vollständigen kommerziellen Betriebs wird für Ende 2019 erwartet. Das zweite Entwicklungsprojekt „Hillston“ verfügt über eine geplante Kapazität von 115 MWp. Es wird erwartet, dass die Bauarbeiten spätestens im dritten Quartal dieses Jahres starten und die vollständige kommerzielle Inbetriebnahme Ende 2019 erreicht wird.

Das geplante Investitionsvolumen beider Projekte einschließlich des Erwerbs der Projektrechte beläuft sich auf insgesamt über 400 Millionen Euro. Bei Vollzug der Transaktion wird innogy die alleinige Eigentümerin beider Projekte werden. Die finale Investitionsentscheidung, beide Projekte zu bauen, wird in Einklang mit den Unternehmenszielen hinsichtlich Verschuldung und finanzieller Stabilität getroffen werden. innogy wird alle Optionen bezüglich Eigentümer- und Finanzierungsstruktur überprüfen, um den größtmöglichen Wert für das Unternehmen und seine Aktionäre zu erzielen.

Es ist geplant, dass innogys Tochtergesellschaft BELECTRIC für alle Bauarbeiten inklusive Planung verantwortlich sein wird sowie Betrieb und Wartung beider Solaranlagen dienstleistend übernimmt. BELECTRIC ist ein erfahrenes Unternehmen auf dem internationalen Solarmarkt. Es hat weltweit Freiflächen-Solarkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von rund zwei Gigawatt realisiert - darunter auch Projekte in Australien. Zudem ist BELECTRIC einer der weltweit führenden Dienstleister für den Betrieb und die Wartung von Solaranlagen.

innogy verfügt über umfangreiche Erfahrung, was Entwicklung, Design, Finanzierung, Bau und Betrieb von Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien betrifft, allein sowie zusammen mit Projektpartnern und Investoren. Neben Solar prüft innogy in Australien Projektmöglichkeiten für Batteriespeicher und Onshore Wind. Daher wird innogy im Land eine neue Tochtergesellschaft und ein eigenes Team aufbauen.