Essen,
15
August
2018
|
10:30
Europe/Amsterdam

Anzahl der EE-Anlagen in Deutschland steigt auf mehr als 1,7 Millionen

  • Jede fünfte Erneuerbare-Energien-Anlage in Deutschland speist in das Stromnetz von innogy ein
  • Gesamte Einspeisemenge ins innogy-Netz kann etwa 11 Millionen Haushalte versorgen

 

Im Jahr 2017 hat der spürbare Aufwärtstrend beim Ausbau der Erneuerbaren-Energien angehalten. Die Anzahl von Photovoltaikanlagen, Windrädern und weiteren Erzeugungsanlagen für grünen Strom stieg im vergangenen Jahr bundesweit von 1,67 Millionen Anlagen auf 1,74 Millionen. Dies entspricht einer Steigerung der installierten Leistung von 103,6 auf 111,9 Gigawatt. Der Großteil der Anlagen entfällt mit rund 1,69 Millionen auf die Photovoltaik – also die Stromerzeugung aus der Sonnenenergie.

Von den rund 1,7 Mio. Erneuerbare-Energie-Anlagen in Deutschland sind etwa 20 Prozent an das Stromnetz von innogy angeschlossen. Damit leistet innogy den größten Anteil bei der Integration von erneuerbaren Energien. Hier speisen annähernd 340.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 23.500 Megawatt ihren grünen Strom ein. Dies bedeutet einen Anstieg von gut 3 Prozent der Anlagen und um etwa 6 Prozent bei der Leistung im Vergleich zum Jahr zuvor. Die 2017 von erneuerbaren Anlagen in das Verteilnetz der innogy-Gruppe eingespeiste Strommenge von 38,8 Mrd. Kilowattstunden reicht rechnerisch aus, um etwa 11 Mio. Haushalte mit Elektrizität zu versorgen.

Insgesamt wurden 2017 in Deutschland mit fast 220 Mrd. Kilowattstunden rund 15 Prozent mehr erneuerbarer Strom erzeugt als im Vorjahr (189,7 Mrd. kWh). Dabei schwankt die Einspeisung von Tag zu Tag witterungsbedingt erheblich. So kamen die Wind- und Solaranlagen in Deutschland beispielsweise am 8. Januar zusammen auf eine Erzeugung von nur 0,02 Mrd. Kilowattstunden, am 12. Juni hingegen auf einen Jahresrekord von 0,73 Mrd. Kilowattsunden - also das rund 40ig-fache.

 

Mit rund 97 Prozent spielten die Photovoltaikanlagen die mit Abstand größte Rolle bei der Zahl der neu an das innogy-Netz angeschlossenen Anlagen. Sie erzeugen damit rund 20 Prozent der Einspeisemenge Mit einem Anteil von circa 54 Prozent leistete die Windkraft an Land im Vergleich zu den übrigen Erneuerbaren Energien Anlagen den größten Beitrag zur eingespeisten Strommenge. Diese erhöhte sich gegenüber dem windschwachen Vorjahr 2016 um annähernd 30 Prozent. Rund 3.800 Anlagen auf Basis Biomasse, Wasserkraft, Deponie-, Klär- und Grubengas sowie Geothermie komplettieren den erneuerbaren Mix.

Der erneute Anstieg der angeschlossenen Anlagen sowie der Einspeisemenge machen deutlich, dass die Komplexität des Netzbetriebs weiter zugenommen hat. Der wesentliche Grund besteht darin, dass die Einspeisung der erneuerbaren Energien schwankt, abhängig insbesondere von den Witterungsverhältnissen und den Tageszeiten. Auf diese Herausforderungen haben sich die Verteilnetzbetreiber der innogy-Gruppe mit ihrer kompetenten Belegschaft und hohen Investitionen eingestellt. Damit bleibt der auch international hohe Standard bei der Versorgungssicherheit und bei der verlässlichen Belieferung der Kunden mit Strom weiterhin erhalten. Mit umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wird dies auch in der Zukunft sichergestellt und damit die Energiewende zu einem Erfolg geführt werden.