Bad Berleburg,
05
Mai
2017
|
00:00
Europe/Amsterdam

Alles im „grünen“ Bereich

Mit einer Thermografie-Kamera werden Infrarotbilder von Gebäuden aufgenommen, die die abgegebene Wärmestrahlung messen. Helle Farben weisen auf warme Flächen und hohe Wärmeabgabe, dunkle Farben auf kalte Flächen und wenig Wärmeabgabe hin. Über eine Skala kann die Oberflächentemperatur der einzelnen Bauteile direkt abgelesen werden. Die Aufnahme vom Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad Berleburg zeigt eine optimale Wärmeisolierung des Gebäudes.

  • Thermografie von öffentlichen Gebäuden zeigte beim Bürgerhaus bekannte energetische Schwachstellen auf
  • Energieunternehmen innogy unterstützt Stadt bei der Erreichung der Energie- und Klimaschutzziele

Jeder Gegenstand und damit auch jedes Gebäude sendet für den Menschen nicht sichtbare Wärmestrahlen aus. Mit einer speziellen Thermografie-Kamera können diese Infrarotbilder besonders gut in der kalten Jahreszeit sichtbar gemacht werden. Die Stadtverwaltung Bad Berleburg hat kürzlich sechs öffentliche Gebäude auf ihre Energiebilanz untersuchen lassen: Das Bürgerhaus, das Rathaus, die Hauptschule, das Rothaarbad und die Dreifachturnhalle „Auf dem Stöppel“, das Johannes-Althusius-Gymnasium sowie die Grundschule Aue-Wingeshausen. Die Auswertungen haben ergeben, dass bei der Energiebilanz alles im „grünen“ Bereich ist und durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen greifen. Ausnahme ist hier das Bürgerhaus am Markt, das zur Abstimmung des anstehenden REGIONALE-Projektes auf Schwachstellen untersucht wurde. Das Bürgerhaus soll in 2018 zu einem multifunktionalen Veranstaltungs- und Kompetenzzentrum umgebaut werden. Die jetzt durchgeführten Thermografie-Aufnahmen dienen der Analyse und tragen zur Vorbereitung der energetischen Sanierung des Gebäudes maßgeblich bei.

Neben der Modernisierung und Erneuerung ist die kontinuierliche Bestandsüberwachung von kommunalen Liegenschaften ein wesentlicher Bestandteil des Klimaschutzes. Gerade durch die Thermografie werden Schwachstellen frühzeitig aufdeckt, um langfristige Schäden zu vermeiden. So kann die Kommune ihre Liegenschaften auf aktuellen energetischen Stand der Technik halten und für die Zukunft planen. Das Energieunternehmen innogy (vormals RWE) hat die Kosten der energetischen Untersuchung übernommen.

Für den Klimaschutzbeauftragten der Stadt Bad Berleburg, Heiko Treude, bestätigen die Auswertungen, dass es wichtig und richtig war, in den letzten Jahren auf energetische Aspekte des Gebäudebestands zu achten und im Rahmen einer Schwachstellenanalyse das Gebäudemanagement aktiv zu begleiten. Treude sagte: „Durch die Partnerschaft mit innogy können wir unsere Energie- und Klimaschutzziele seitens der Stadt Bad Berleburg umsetzen.“