Essen,
13
November
2018
|
07:01
Europe/Amsterdam

innogy bestätigt Ausblick für 2018 auf Konzernebene

  • Bereinigtes EBIT von rund 2,7 Milliarden Euro und bereinigtes Nettoergebnis von über 1,1 Milliarden Euro für 2018 weiterhin erwartet

  • Anpassungen des Ausblicks auf Ebene der Unternehmensbereiche

  • Rückgang des bereinigten EBIT in den ersten neun Monaten 2018 auf 1,9 Milliarden Euro

Die innogy SE bestätigt den Ausblick für 2018 für das bereinigte EBIT und das bereinigte Nettoergebnis auf Konzernebene. Auf Ebene der Unternehmensbereiche war allerdings eine Anpassung des Ausblicks erforderlich. Das bereinigte EBIT belief sich in den ersten neun Monaten 2018 auf 1.872 Millionen Euro und ging gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent zurück: Das ungewöhnlich niedrige Windaufkommen, insbesondere in Großbritannien und Deutschland, beeinträchtigte das Ergebnis im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien. Positive Preiseffekte und Ergebnisbeiträge von Neuanlagen konnten die Auswirkungen nur teilweise kompensieren. Ein weiterer Grund für den Rückgang des bereinigten EBIT auf Konzernebene war das rückläufige Ergebnis im Unternehmensbereich Netz & Infrastruktur aufgrund der neuen Regulierungsvorgaben für Gas in Deutschland. Zudem belastete im Vertrieb der Wegfall positiver Einmaleffekte aus 2017 in Deutschland und ein unerwarteter Anstieg der Rohstoffkosten infolge kalter Witterung in den Niederlanden im ersten Quartal das Ergebnis. Das bereinigte Nettoergebnis sank von 978 Millionen Euro auf 721 Millionen Euro. Ursache ist neben einem schwächeren bereinigten EBIT ein gegenüber Vorjahr verschlechtertes Finanzergebnis aufgrund von Effekten im Zusammenhang mit dem Ausweis des Vertriebsgeschäfts in Großbritannien als „nicht fortgeführte Aktivitäten“. Details der Geschäftsentwicklung in den einzelnen Unternehmensbereichen entnehmen Sie bitte der 9M 2018 Mitteilung, abrufbar unter www.innogy.com/9M2018-mitteilung.

Bernhard Günther, Finanzvorstand der innogy SE: „Der kontinuierlich steigende Wettbewerb stellt unser Vertriebsgeschäft weiterhin vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund und wegen des Witterungseffekts in den Niederlanden im ersten Quartal mussten wir auch den Ausblick für den Vertrieb nach unten anpassen. Für den Unternehmensbereich Erneuerbare Energien rechnen wir infolge nachteiliger Witterungsverhältnisse ebenfalls mit einem niedrigeren Ergebnis. Ein besonders schwaches Windaufkommen, vor allem im zweiten und dritten Quartal 2018 in Großbritannien und Deutschland, führte zu einer geringeren Auslastung unserer Anlagen. Eine Verbesserung im Ergebnis erwarten wir dagegen im Bereich Netz & Infrastruktur vor allem aufgrund höherer Einmaleffekte und darüber hinaus durch ein verbessertes Ergebnis aus unseren Minderheitsbeteiligungen. Insgesamt bestätigen wir unseren Ausblick für 2018 auf Konzernebene.“

innogy betreibt mit 350.000 Kilometern das längste und leistungsstärkste Stromnetz in Deutschland und ist mit einer Netzlänge von 574.000 Kilometern einer der großen Verteilnetzbetreiber in Europa. Mit 7,8 Millionen Kunden belegt innogy den Spitzenplatz in Deutschland und ist in Europa mit rund 18 Millionen Kunden eines der führenden Vertriebsunternehmen (Anzahl der Kunden ohne npower). Bei den erneuerbaren Energien ist innogy im Bereich Offshore-Wind weltweit die Nummer fünf. Hier hat innogy einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht: Für das Offshore-Windprojekt Triton Knoll hat innogy die erforderliche Projektfinanzierung gesichert und mit dem Bau des landseitigen Netzanschlusses begonnen. Im Einklang mit der Unternehmensstrategie, große Projekte im Bereich Erneuerbare Energien gemeinsam mit Partnern umzusetzen, verkaufte innogy zudem zuvor 41 Prozent des Windparks an zwei japanische Energieversorger.

Am 8. November 2018 haben sich die innogy SE und die SSE plc entschieden, über Anpassungen der geplanten, im November 2017 vereinbarten Transaktion zu verhandeln, die die Zusammenlegung von innogys britischer Vertriebsgesellschaft npower mit dem Endkunden- und EnergiePlus-Geschäft von SSE vorsieht. Details hierzu entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung, abrufbar unter news.innogy.com/anpassung-der-geplanten-transaktion-in-grossbritannien-erforderlich.

Höhere Investitionen, vor allem bei Erneuerbare Energien

In den ersten neun Monaten 2018 investierte innogy rund 1.575 Millionen Euro und damit rund 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien waren höhere Investitionen zu verzeichnen: Der Anstieg ist insbesondere auf Investitionen in den Offshore-Windpark Triton Knoll und das australische Solarkraftwerk Limondale zurückzuführen. Im Unternehmensbereich Netz & Infrastruktur haben vor allem höhere Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Netzinfrastruktur sowie in den Ausbau der Breitbandaktivitäten zu dem Anstieg beigetragen. Auch im Vertriebsbereich waren leicht höhere Investitionen zu verzeichnen. Die erhebliche Steigerung der Investitionen im Geschäftsfeld Elektromobilität ist auf die Akquisition von BTCPower in den USA zurückzuführen.

Nettoschulden bei rund 16,3 Milliarden Euro

Die Nettoschulden von innogy lagen zum 30. September 2018 bei rund 16,3 Milliarden Euro und sind gegenüber dem 31. Dezember 2017 leicht um rund 0,6 Milliarden Euro gestiegen. Grund hierfür ist unter anderem das Haushaltsdefizit, das sich aus dem Abzug der Ausschüttungen vom Free Cash Flow ergibt.

Anzahl der Mitarbeiter gestiegen

Zum 30. September 2018 beschäftigte innogy 36.841 Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitstellen und ohne Mitarbeiter von npower). Gegenüber dem 31. Dezember 2017 ist die Anzahl der Mitarbeiter damit um 830 gestiegen. Die Zunahme ist unter anderem auf die Akquisitionen im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien und im Geschäftsfeld eMobility sowie auf die Vollkonsolidierung einer neuen Netzkooperation zurückzuführen.

Ausblick für 2018 für bereinigtes EBIT und bereinigtes Nettoergebnis auf Konzernebene bestätigt

innogy bestätigt den Ausblick für das bereinigte EBIT und das bereinigte Nettoergebnis auf Konzernebene. Auf Ebene der Unternehmensbereiche wurden folgende Anpassungen vorgenommen:

Der Ausblick für den Unternehmensbereich Erneuerbare Energien wurde aufgrund von nachteiligen Witterungsverhältnissen auf „rund 300 Millionen Euro“ (vorher: „rund 350 Millionen Euro“) angepasst. Für den Unternehmensbereich Netz & Infrastruktur wird der Ausblick vor allem aufgrund höherer Einmaleffekte und darüber hinaus durch ein verbessertes Ergebnis aus den Minderheitsbeteiligungen von innogy auf „rund 1.950 Millionen Euro“ (vorher: „rund 1.850 Millionen Euro“) angehoben. Der Ausblick für das Vertriebsgeschäft wird auf „über 700 Millionen Euro“ (vorher: „rund 750 Millionen Euro“) angepasst. Ursächlich hierfür sind der Witterungseffekt in den Niederlanden im ersten Quartal und der kontinuierlich steigende Wettbewerbsdruck.

Basis für die Dividende ist das bereinigte Nettoergebnis, von dem innogy unverändert 70 bis 80 Prozent ausschütten will. innogy erwartet für das laufende Jahr weiterhin einen Verschuldungsfaktor von rund 4,0.