Essen,
21
September
2017
|
14:00
Europe/Amsterdam

4P-Strategie beschlossen: innogy stellt Weichen zur langfristigen Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit

  • Priorität liegt auf (Markt-)Position, Performance, Portfolio
  • Aktive Partnerschaftsstrategie ist viertes ‚P‘
  • Top-3-Position in allen relevanten Märkten bis zum Jahr 2025 angestrebt
  • Bis 2019 Investitionen von bis zu 1,2 Milliarden Euro in die Wachstumsmärkte Elektromobilität, Photovoltaik und Breitband
  • Aktive Portfoliopolitik und Kostenführerschaft sind Schlüssel für höhere Profitabilität

Der Vorstand von innogy hat im Zuge der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie das Zielbild für das Jahr 2025 abgesteckt. Priorität haben die Dimensionen (Markt-)Position, Performance und Portfolio: innogy will bis 2025 in allen relevanten Märkten zu den drei führenden Anbietern (Position) und den ertragsstärksten Unternehmen der Branche (Performance) gehören. Um dieses Ziel zu erreichen, wird es keine Tabus mit Blick auf die aktuellen Geschäftsaktivitäten (Portfolio) geben. Darüber hinaus sollen alle Aktivitäten auf die Energiewelt der Zukunft einzahlen. Dafür wird innogy einen partnerschaftlichen Ansatz verfolgen. innogy will Energiepartner Nummer 1 für Kunden, Kommunen, Kooperationsunternehmen und Finanzpartner werden beziehungsweise bleiben (Partnerschaft).

Europa bleibt der Kernmarkt des Unternehmens, in Wachstum wird das Unternehmen aber in Europa und in Nordamerika investieren. Der Aufsichtsrat hat die weiterentwickelte Strategie in seiner heutigen Sitzung zustimmend zur Kenntnis genommen:

 

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE
Wir haben mit unserem Börsengang ein hervorragendes Fundament geschaffen, um vom zukünftigen Wachstum der Energiemärkte zu profitieren. Mit der Weiterentwicklung unserer Strategie sorgen wir dafür, dass wir unseren Startvorteil ins Ziel bringen und unsere Wettbewerbsfähigkeit auch langfristig absichern. Wer in der Energiewelt von Morgen nachhaltig erfolgreich sein will, braucht neben dem entsprechenden Know-how auch Skalenvorteile und Ertragsstärke. Mit den vier Stichworten Position, Performance, Portfolio und Partnerschaft legen wir unseren strategischen Fokus genau auf diese erfolgskritischen Faktoren.
Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE

Um in allen relevanten Märkten eine Top-3-Position zu erreichen, muss innogy aus eigener Kraft das Wachstum vorantreiben, aber auch eine aktive Portfoliopolitik betreiben. Im Bestandsgeschäft will das Unternehmen in Zukunft mindestens so schnell wachsen wie der Gesamtmarkt und im Idealfall weitere Marktanteile gewinnen. Darüber hinaus will innogy in drei wichtigen Wachstumsfeldern eine starke Marktposition aufbauen: Elektromobilität, Photovoltaik und Glasfasernetze (FTTx). Für den Ausbau dieser Wachstumssegmente und den in der Branche führenden Innovation Hub sind bis 2019 Investitionen in Höhe von bis zu 1,2 Milliarden Euro geplant.

In der E-Mobilität betreibt innogy heute bereits rund 5800 Ladepunkte in über 20 Ländern und deckt als Full-Service-Provider das gesamte Angebot von der Planung über den Aufbau, den Betrieb und die Wartung bis hin zur Abrechnung ab. Darüber hinaus hat das Unternehmen den internationalen Ladestandard für Elektrofahrzeuge „Combined Charging System“ entscheidend mitentwickelt. innogy sieht die Chance, einen globalen Standard und damit eine globale Plattform zu schaffen und der führende Anbieter von E-Mobility-Lösungen in Europa und USA werden.

In der Photovoltaik hat innogy mit Belectric bereits eines der führenden Unternehmen für den Bau von großen Solarkraftwerken im Portfolio. Es ist erklärtes Ziel, in dem noch sehr fragmentierten Markt für Freiflächen-Photovoltaik eine starke Position in Europa, Nordamerika und ausgewählten Schwellenländern aufzubauen.

Im Bereich der Glasfasernetze, in dem Deutschland einen sehr hohen Nachholbedarf hat, will innogy das Ausbautempo nochmals erheblich erhöhen. Geprüft werden zudem Projekte im Ausland. Als Energieversorger mit großer technischer Expertise für Infrastrukturen und vielen Partnerschaften auf kommunaler Ebene, ist das Unternehmen geradezu dafür prädestiniert, den Ausbau optischer Datenleitungen voranzutreiben.

Über diese organischen Wachstumsinitiativen hinaus wird innogy sein Portfolio auch durch Zu- und Verkäufe stärken. innogy wird sich von Geschäftsaktivitäten verabschieden, bei denen das Unternehmen nach Marktstellung (Position) und Ertrag (Performance) nicht führend ist oder führend werden kann. Das freigesetzte Kapital wird innogy in Märkte und Unternehmen investieren, in denen es eine Top-3-Position und einen hohen Ergebnisbeitrag erreichen kann. Bei dieser aktiven Portfoliopolitik soll auch verstärkt mit strategischen Partnern und Finanzinvestoren zusammengearbeitet werden.

 

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE
Auf Dauer reicht es nicht, wenn ein Bereich unter dem Strich schwarze Zahlen schreibt. Wenn wir als Unternehmen zukunftsfähig sein wollen, müssen wir zu den Besten zählen. Es muss unser Anspruch sein, nach Größe und Ertrag jeweils zu den Marktführern zu gehören. Deshalb gibt es fortan keine Denkverbote mehr.
Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE

Neben der aktiven Portfoliopolitik setzt innogy vor allem auf Kostenführerschaft, um die Ertragsstärke und damit die Gesamtperformance des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Es ist erklärtes Ziel, auf allen operativen Ebenen „best in class“ zu werden. Deshalb soll über alle Geschäftsbereiche hinweg eine wesentlich stärkere Performancekultur etabliert werden.